Homeland Security US-Heimatschutzministerin Napolitano tritt zurück

Vier Jahre lang leitete Janet Napolitano die US-Behörde für Heimatschutz - nun ist sie zurückgetreten. Das Ministerium war von Obama-Vorgänger Bush geschaffen worden.

Heimatschutzministerin Janet Napolitano im Oktober 2010 in Washington
AFP

Heimatschutzministerin Janet Napolitano im Oktober 2010 in Washington


Hamburg - Die US-Ministerin für Heimatschutz, Janet Napolitano, ist zurückgetreten. Das teilten amerikanische Behörden mit. Ein Sprecher von Homeland Security wollte den Schritt bislang nicht kommentieren.

Napolitano stellt sich nun einer neuen Aufgabe: Sie wird Präsidentin der Universität von Kalifornien. Sie dankte Präsident Barack Obama für die Möglichkeit, dem Land zu dienen.

Im Jahr 2009 war Napolitano zur Heimatschutzministerin berufen worden. Obama hatte die als hochintelligent und entschlussfreudige geltende Napolitano für das Amt nominiert. George W. Bush hatte das für die innere Sicherheit zuständige Homeland Security Department im Jahr 2003 als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 neu geschaffen.

Obama sprach Napolitano in einer Mitteilung ebenfalls seinen Dank aus: "Ich möchte Ministerin Napolitano für ihre außergewöhnliche Arbeit in den vergangenen vier Jahren im Namen der amerikanischen Bevölkerung danken." Ihre Aufgaben im Heimatschutzministerium seien einhergegangen mit einigen der anspruchsvollsten Herausforderungen in Bezug auf das Land. "Sie hat pausenlos gearbeitet, um Amerikanern nach Naturkatastrophen wie dem Joplin Tornado oder dem Wirbelsturm 'Sandy' zu helfen."

Der Präsident sagte weiter: Napolitano habe zur Sicherheit der Grenzen beigetragen und daran mitgewirkt, die Immigration fairer zu gestalten und mehr in Einklang mit den amerikanischen Werten zu bringen. "Dank Janets Engagement, unser Heimatland gegen terroristische Angriffe zu schützen, sei die Sicherheit für die Amerikaner größer geworden." Obama bedankte sich ausdrücklich auch für die Freundschaft zu Napolitano.

Die Leitung dieser Behörde mit mehr als 240.000 Mitarbeitern, die mehr als 20 bestehende Institutionen unter einem Dach zusammenfasste, galt als verwaltungstechnisch schwierigster Posten im Kabinett. Seit 2003 ist auch der Secret Service dem Department of Homeland Security unterstellt.

Die Ministerin, die von 2003 bis 2009 Gouverneurin des US-Bundesstaats Arizona war, trug maßgeblich zur Reform der US-Einwanderungsgesetze bei. Als Heimatschutzministerin gehörte es zu ihren Aufgaben, die Öffentlichkeit über terroristische Bedrohungen und Angriffe zu informieren. Bislang ist noch nicht geklärt, wer Napolitano nachfolgt.

Die Frage, wie effektiv allerdings die amerikanische Terrorabwehr ist, stellte sich nach den Anschlägen auf den Marathonlauf in Boston erneut.

kha/Reuters



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insgesamt 14 Beiträge
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raber 12.07.2013
1. Rücktritt unabhänigig von Schnüffelei
Der Homeland Security ist auch die Abteilung "Civil Rights & Civil Liberties" unterstellt. Trotzdem dürfte dieser Rücktritt nichts mit der NSA-Schnüffelei zu tun haben. Ausserdem ist die Schnüffelei in den USA nicht das grosse Publikumsproblem. Und dass Snowden Asyl sucht ist dort eher eine Medien- und Politikerangelegenheit. Nach 5 Jahren auf dem Job will Frau Napolitano bestimmt weniger Stress geniessen und dazu auch noch gut bezahlt werden. Interessant ist schon wer die Nachfolgschaft antritt.
spmc-135322777912941 12.07.2013
2. Na ja
wer in vorauseilendem Gehorsam illegale Einwanderer, die eigentlich abgeschoben werden sollten, frei laesst und nicht weiss weshalb, warum und wohn kann nicht so kompetent sein. Aber Hauptsache sie ist mit Obama befreundet, das gleicht vieles aus.
WernerT 12.07.2013
3. Da scheint doch was an dem Gerücht dran zu sein
Dass die NSA den Präsidenten abgehört hat und der Secret Service als zu Homeland Security gehörig diesen Angriff auf dem Präsidenten nicht abgewehrt hat
Lorbas 12.07.2013
4. thank god
Aus Arizona ham wir die dusslige Kuh schon vor Jahren verjagt. Nu is sie endlich auch aus DC weg. Viel getaugt hat die in beiden Ämtern wenig!
flug430 12.07.2013
5. In Arizona hat sie nicht viel bewirkt!
Im Grunde hat sie immer nur das Nötige getan. Nun wurde sie weggelobt und geht nach Kalifornien. Sie verkauft sich gut und sie ist ein ausgebuffter PR-Fuchs.
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