Feuer in Kalifornien US-Innenminister gibt Umweltaktivisten die Schuld an Waldbränden

Der US-Innenminister Ryan Zinke sagt, der Klimawandel habe nichts mit den Waldbränden in Kalifornien zu tun. Stattdessen gibt er die Schuld den Umweltaktivisten.

Feuerwehrleute überwachen ein Feuer im sogenannten Mendocino-Komplex nördlich von San Francisco
DPA

Feuerwehrleute überwachen ein Feuer im sogenannten Mendocino-Komplex nördlich von San Francisco


Der amerikanische Innenminister Ryan Zinke hat während eines Besuchs in Kalifornien Umweltaktivisten die Schuld an den Waldbränden gegeben, da sie gegen die Holzfällung in den betroffenen Gebieten seien. Außerdem habe der Klimawandel nichts mit der Häufung und der längeren Dauer der Brände zu tun.

Amerika solle den Dialog über Klimawandel nicht von radikalen Gruppen bestimmen lassen. "Extreme Umweltaktivisten versagen der Öffentlichkeit den Zugang. Sie reden über Lebensraum und sind doch willens, ihn niederbrennen zu lassen", sagte er. Klimaforscher dagegen sagen, dass die Häufung der Feuer mit der Erderwärmung zusammenhänge, und dass diese Korrelation gut belegt sei.

Feuerwehrmann gestorben

Momentan wüten rund 18 Feuer in Kalifornien, es sind 14.000 Feuerwehrleute im Einsatz. Der sogenannte "Mendocino-Komplex" im Nordes des Bundesstaats ist der größte Brand in dessen Geschichte und besteht aus zwei unterschiedlichen Bränden, dem "Ranch Fire" und dem "River Fire". Insgesamt hat der Mendocino-Komplex bislang eine Fläche von 120.000 Hektar zerstört. Am Montag ist ein Feuerwehrmann beim Kampf gegen den Mendocino-Komplex gestorben.

Im Video: Löscharbeiten in Kalifornien

REUTERS

Jerry Brown, Kaliforniens Gouverneur, nannte die Situation die "neue Normalität", weil das trockene und heiße Wetter die Feuersaison verlängert. Seit Mitte Juli kamen bei den Bränden in Kalifornien bereits mindestens zehn Menschen ums Leben. Mindestens ein Feuer soll absichtlich gelegt worden sein. Einem 51-Jähriger drohen wegen mutmaßlicher Brandstiftung nördlich der Stadt San Diego zwischen zehn Jahren Haft und lebenslänglich.

höh/AFP



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