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US-Justiz: EU fordert Hinrichtungsstopp in Texas

Am Mittwoch will der US-Bundesstaat Texas erneut eine Hinrichtung durchführen. Aus der EU kommen ungewöhnlich deutliche Töne, die den US-Gouverneur zum Stopp der staatlichen Tötung aufrufen.

Hamburg - Angesichts der für Mittwoch geplanten 400. Hinrichtung binnen 30 Jahren im US-Bundesstaat Texas hat die Europäische Union (EU) die US-Behörden aufgefordert, die Vollstreckung von Todesurteilen auszusetzen.

Die EU habe an den texanischen Gouverneur Rick Perry appelliert, alles dafür zu tun, dass Hinrichtungen aufgeschoben würden und ein Moratorium für Todesurteile zu erwägen, erklärte die portugiesische EU-Ratspräsidentschaft am Dienstag in Brüssel.

Die 27 EU-Länder riefen die US-Behörden zudem auf, bis zur Abschaffung der Todesstrafe auf nationaler und einzelstaatlicher Ebene ein Moratorium für die Vollstreckung von Todesurteilen zu verhängen.

Die EU stelle mit "tiefem Bedauern" fest, dass die für Mittwoch geplante Exekution die Zahl der Hinrichtungen in Texas seit Wiedereinführung der Todesstrafe im Jahr 1976 auf 400 erhöhe, erklärte der portugiesische EU-Ratsvorsitz. Die Union sei entschieden und unter allen Umständen gegen die Todesstrafe und fordere ihre weltweite Abschaffung, hieß es weiter.

Seit der erneuten Einführung der Todesstrafe fand ein Drittel aller Hinrichtungen in Texas, der Heimat von US-Präsident George W. Bush, statt. Seit Jahresbeginn erhöhte sich dieser Anteil auf fast zwei Drittel.

mgb/AFP

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