Washington - Mitten im Präsidentenwahlkampf haben sich Demokraten und Republikaner im US-Kongress auf einen Etat-Kompromiss geeinigt. Sie stellten damit erst einmal die Finanzierung der ersten sechs Monate des Staatshaushalts bis Ende März 2013 sicher. Dazu wolle man gut eine Billion Dollar (812 Milliarden Euro) bewilligen.
Durch den Deal wird verhindert, dass der Regierung von Präsident Barack Obama in Washington noch vor der Präsidenten- und Kongresswahl im November das Geld ausgeht. "Diese Einigung zwischen dem Senat, dem Repräsentantenhaus und dem Weißen Haus gibt für die nächsten Monate Stabilität", sagte Harry Reid, Fraktionschef der Demokraten im Senat. Jetzt komme es darauf an, die anstehenden Probleme zu lösen, meinte Reid mit Blick auf Steuererleichterungen, die Ende des Jahres auslaufen.
Das Weiße Haus begrüßte die Einigung. Ein entsprechendes Haushaltsgesetz soll noch im September durchs Parlament gebracht werden. Der Kompromiss muss bis zum 30. September von beiden Kammern des Kongresses abgesegnet werden.
Im Jahr 2011 musste die Regierung beinahe Bundesbehörden schließen, weil sich die Parteien nicht über den Haushalt einigen konnten. In den USA wird der Haushalt häufig nicht für zwölf Monate, sondern in mehreren Etappen beschlossen.
heb/dpa/Reuters
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