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Kongresswahlen: Demokraten verlieren Mehrheit im US-Senat

US-Präsident Obama:  Niederlage bei den Midterms  Zur Großansicht
AP

US-Präsident Obama: Niederlage bei den Midterms

Barack Obama sieht zwei schweren letzten Amtsjahren entgegen: Die republikanische Partei geht als Sieger aus den Kongresswahlen hervor, sicherte sich die Mehrheit in beiden Häusern - der US-Präsident hat kaum noch Handlungsspielraum.

Hamburg - Die Republikaner übernehmen die Mehrheit im US-Senat. Bei der Kongresswahl gelang es der Partei, den Demokraten von Präsident Barack Obama genügend Senatorenposten abzujagen. Wie die TV Sender NBC, ABC und Fox News auf Grundlage von Hochrechnungen berichteten, errang die "Grand Old Party" 51 der 100 Sitze im Oberhaus. Nachdem die Republikaner auch ihre Mehrheit im Abgeordnetenhaus ausbauten, beherrschen sie jetzt beide Parlamentskammern.

Da die Republikaner Hochrechnungen zufolge zudem ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus behaupteten, wird das Regieren für Obama in den letzten beiden Jahren seiner Amtszeit noch schwieriger. Die Republikaner können Gesetze verabschieden, Obama bleibt nur noch die Möglichkeit, ein Veto einzulegen. Eigene Initiativen kann der Präsident gegen den Widerstand der Republikaner nicht durchsetzen.

Die entscheidende Wendung kam durch die Zahlen aus North Carolina: Dort setzte sich Herausforderer Thom Tillis in einem äußerst knappen Rennen gegen die demokratische Amtsinhaberin Kay Hagan durch.

Quittung für Barack Obama

Auch in Iowa setzte sich bei den Kongresswahlen laut US-Medienberichten die republikanische Kandidatin Joni Ernst knapp gegen den demokratischen Kandidaten Bruce Braley durch. Der demokratische Amtsinhaber Tom Harkin war nicht mehr angetreten. Zuvor hatten die Republikaner den Demokraten bereits die Senatssitze in Colorado, Montana, Arkansas, West Virginia und South Dakota abgenommen.

Die US-Republikaner bezeichnen ihren Sieg als Quittung des Volkes für Obamas Politik: "Die Republikaner haben die Gelegenheit erhalten, das Land in eine bessere Richtung zu lenken", sagte der Parteivorsitzende Reince Priebus. "Das republikanische Repräsentantenhaus und der Senat sind bereit, auf das amerikanische Volk zu hören. Und wir hoffen, Präsident Barack Obama tut es auch."

Die Entwicklungen der Nacht können Sie in unserem Liveticker nachlesen.

vek/pad/dpa/AFP

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insgesamt 10 Beiträge
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1. Dumm
rsp00 05.11.2014
Diese Amis.... Wollen die politischen Stillstand? Sonst kann ich mir es nicht erklären warum man die Republikaner gewählt hat. Das ist meiner Meinung nach ziemlich fatal weil es da gewisse Probleme wie Schulden und Irak gibt... Das ist bei einem politischem Stillstand nicht so schön. Aber das haben sie sich selbst eingebrockt.
2. dieser President
women_1900 05.11.2014
bleibt mir als Friedensnobelpreisträger auf Kriegspfad in Erinnerung. Mehr nicht. Guantanamo besteht immer noch. Ein Mann mit großen Versprechen - aber auch nicht mehr. Die Einkommen der Amerikaner sind gesunken, die Ausgaben gestiegen. Kein wirklich großer Erfolg.
3. Unverständlich
tzu345 05.11.2014
denn soweit ich weiß, hat Obama zumindest im Bereich Mindestlohn und Krankenversicherung einiges für die kleinen Leute getan. Außerdem brummt die amerikanische Wirtschaft. Keine Ahnung, was die erwartet haben, aber diese Ultrakonservativen zu wählen, ist mit Sicherheit kein Fortschritt. Armes Amerika, liegt wahrscheinlich an dem geringen Bildungsstand dort. Mit Anlauf zurück in die kapitalistische Steinzeit.
4. Republikaner Politik
albatros14 05.11.2014
Wie kann diese Politik schon aussehen. Kriege führen und der Rüstungsindustrie weitere Milliarden sichern. Schwarze weiter Diskriminieren. Obama hätte eine härtere Gangart gegen die Republikaner nehmen sollen. Waffengesetz in Amerika ist so lasch das es immer wieder zu Schießereien kommt an denen sogar Kinder und Jugendliche beteiligt sind. Das Volk hat besseres Verdient als Republikaner.
5.
gortchi 05.11.2014
Hallo, wer sind die "Anderen" ? Ich dachte, es wäre ein 2-Parteiensystem ?
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