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Stars and Stripes

Amerika-Blog US-Politiker lesen Hass-Tweets vor

Twitter-Profil von Paul Ryan: "So schöne blaue Augen ..." Zur Großansicht
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Twitter-Profil von Paul Ryan: "So schöne blaue Augen ..."

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Twitter ist schon eine feine Sache. Grenzenlose Kommunikation, keine Hierarchien. Jeder kann jedem schreiben.

Das Schulkind dem US-Präsidenten (@BarackObama), der Stammtisch-Senior dem deutschen Vizekanzler (@SigmarGabriel). Allein die Kanzlerin verweigert sich diesem zivilisatorischen Fortschritt. Aber wie lange wird sie das noch durchhalten können, @RegSprecher?

Der moderne, vertwitterte Politiker muss allerdings stets damit rechnen, Opfer bösartiger, hinterhältiger, gar gemeiner Verbalattacken zu werden. Wer einst Helmut Kohl beleidigte oder Eier auf ihn warf, den drohte der Alte physisch plattzumachen. Ein Mindestmaß an Mut war damals durchaus dienlich. Bei Twitter aber ist der Eierwerfer König. Konsequenzen muss er ja kaum fürchten.

Jetzt reagieren zumindest Amerikas Politiker. Die Damen und Herren beschimpfen sich … selbst. Journalisten des US-Videodienstes NowThis News haben Abgeordnete und Senatoren aus dem Kongress dazu überredet (wie auch immer sie das angestellt haben), ihre ganz persönliche Twitter-Fanpost vorzulesen. Titel des Projekts: "Fiese DC-Tweets".

So liest Tea-Party-Idol und Ex-Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan: "@PRyan Paul Ryan hat so schöne blaue Augen, die manchmal vergessen machen, dass er der leibhaftige Satan ist." Oder der Demokraten-Abgeordnete Jim Himes: "@jahimes Hey Himes, ich kann mich nicht entscheiden, ob Du dumm oder bewusst doppelzüngig bist - kannst Du mir da weiterhelfen?" Und die Senatorin Claire McCaskill … Sehen Sie mal lieber selbst:


Ursprünglich stammt die Idee der Selbstbeschimpfung aus der Late-Night-Show "Jimmy Kimmel Live". Schon mehrfach traten dort Prominente auf, die ihre persönlichen Hass-Tweets in die Kamera sprachen. Aber eben keine Politiker.

Hier geht es unter anderem weiter mit den Senatoren Chris Murphy, Chuck Schumer - und alten Schuhen:

Soweit. Weil wir uns nicht allein auf Kosten der Politiker amüsieren wollen - nein, so sind wir natürlich nicht - zeigen wir zum Schluss noch ein bisschen Initiative in eigener Sache. Voilà, hier sehen Sie Twitter-Beschimpfungen der US-Korrespondenten von SPIEGEL ONLINE:

6 Leserkommentare Diskutieren Sie mit!
noalk 17.01.2014
alacorn75 17.01.2014
cevauel 17.01.2014
cevauel 17.01.2014
mail-sms 17.01.2014
plietsch 17.01.2014

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  • AFP
    Geliebt und gehasst, verspottet und bewundert: Washington, DC, bewegt die Menschen. Als US-Kapitale und Zentrum der Weltpolitik, als Sitz des Internationalen Währungsfonds und der Weltbank, als Stadt der Gegensätze.

    In Washington kommt die ganze Welt zusammen und lebt doch getrennt voneinander. Die Weißen leben im Westen, die Schwarzen im Osten. Das politische Washington ist ein Wanderzirkus, ein ständiger Austausch. Und die Lobbyisten haben sogar ihre eigene Straße. Alle schimpfen auf DC, alle wollen nach DC. Es ist wie mit Amerika.

    Das Stars-and-Stripes-Blog erzählt die kleinen Geschichten eines riesigen Landes. Es geht immer um Washington. Aber Washington ist mehr als eine Stadt. Sie steht für die Idee Amerika.
Zu den Autoren
  • SPIEGEL ONLINE
    Sebastian Fischer ist US-Korrespondent von SPIEGEL ONLINE. Nach dem Besuch der Deutschen Journalistenschule berichtete er für SPIEGEL ONLINE aus München, wechselte 2009 ins Hauptstadtbüro nach Berlin und arbeitet seit 2011 in Washington.

    Marc Hujer ist Leiter des Washingtoner SPIEGEL-Büros. Er studierte Wirtschaftswissenschaften in Darmstadt und Paris. Seit 2005 ist er Korrespondent beim SPIEGEL, erst in Berlin, seit 2010 in Washington. Er hat ein Buch über den US-Präsidentschaftswahlkampf 2008 veröffentlicht und eine Biografie Arnold Schwarzeneggers.


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