US-Präsidentenwahl Republikaner werfen die Spendenmaschine an

Sie wollen Barack Obama aus dem Weißen Haus jagen - und brauchen für den Wahlkampf viel Geld. Bisher haben Lobby-Gruppen der Republikaner viermal so viele Spenden zusammenbekommen wie die ihrer demokratischen Gegner.

Mitt Romney beim Bad in der Menge: Millionen für den Ex-Gouverneur von Massachusetts
AP

Mitt Romney beim Bad in der Menge: Millionen für den Ex-Gouverneur von Massachusetts


Washington - Es geht im Kampf um die US-Präsidentschaft um Geld - sehr viel Geld. Allein für die wichtige Vorwahl der Republikaner in Florida hat Mitt Romney 17 Millionen Dollar ausgegeben: In einer großangelegten Werbeoffensive, hauptsächlich mit Fernsehspots, attackierte er seinen Rivalen Newt Gingrich - eine Geldschlacht, die den Erfolg brachte: Romney triumphierte.

Der ehemalige Gouverneur von Massachusetts kann sich solche teuren Kampagnen leisten. Das zeigen neueste Spendendokumente der den Republikaner nahestehenden Wahlkampfvereine, sogenannte Super-PACs, die sie der "Federal Election Commission" vorlegten, der Kontrollbehörde für Präsidentenwahlen in den USA. Danach erhielt der private Wahlkampfverein, der Romney unterstützt, nach der erfolgreichen Vorwahl in Iowa von etwa 60 Unternehmen und Wohlhabenden des Landes jeweils 100.000 Dollar und mehr, wie die "New York Times" berichtet.

Unterstützung von der Wall Street

Die Unterlagen geben zum ersten Mal Details über Romneys Unterstützer preis. Allein im zweiten Halbjahr 2011 sammelte der Super-PAC "Restore Our Future" über 30 Millionen Dollar ein - und das von nur 200 Spendern, wie die Zeitung weiter schreibt.

Das meiste Geld stammt demnach aus dem Finanzsektor:

  • Romneys ehemaligen Kollegen bei "Bain Capital" gaben 750.000 Dollar.
  • Mitglieder der Geschäftsführung der New Yorker Investmentbank "Goldman Sachs" zahlten 385.000 Dollar.
  • Drei prominente Hedgefonds-Manager, Robert Mercer von "Renaissance Technologies", Paul Singer von "Elliott Management" und Julian Robertson von "Tiger Management", spendeten jeweils eine Million Dollar.
  • Auch William Koch, dessen Brüder bekannte Verfechter der konservativen Sache sind und in den vergangenen Jahren viele Republikaner finanzierten, war Top-Spender: Er gab persönlich und über seine Firma insgesamt ebenfalls eine Million Dollar.
  • Der Bauunternehmer Bob Perry, der Rick Perry bis zu seinem Ausstieg unterstützte, zahlte 500.000 Dollar an die Romney nahestehende Lobby-Gruppe.

Offiziell sind diese Super-PACs unabhängig. Doch mittlerweile haben sie einen ungeheuren Einfluss. 2010 hatte das Oberste Gericht eine folgenreiche Entscheidung getroffen: Firmen und vermögende Einzelpersonen können privaten Wahlkampfvereinen Spenden in beliebiger Höhe zukommen lassen, solange diese Organisationen keine offiziellen direkten Beziehungen zu den Wahlkämpfern unterhalten. Allerdings arbeiten dort meist ehemalige Wahlkampfstrategen. Mittlerweile sammeln diese Lobby-Gruppen mehrere Millionen Dollar ein, um Kampagnen gegen das jeweilige feindliche Lager zu starten - für die Kandidaten eine wichtige Stütze im Wahlkampf.

Eifrige Geldsammler

Beim Millionensammeln sind die republikanischen Lobby-Gruppen bisher erfolgreicher als die demokratischen, wie die "New York Times" berichtet. Sie bekamen in der ersten Phase des Wahlkampfs mehr als viermal so viel Geld zusammen wie ihre demokratischen Gegner.

Die zwei größten Unterstützergruppen der Republikaner, "American Crossroads" (vom ehemaligen Bush-Berater Karl Rove geleitet) und "Crossroads GPS", schafften es laut Zeitung zusammen auf 51 Millionen Dollar bis Ende Dezember. Die drei Wahlkampfvereine, die Romney, Newt Gingrich und Rick Perry nahestehen, sammelten noch mal 39 Millionen Dollar ein. Dagegen kamen die vier demokratischen Unterstützergruppen nur auf 19 Millionen Dollar.

Allerdings beginnt für Barack Obama erst langsam die heiße Phase des Wahlkampfs, während er für die Republikaner durch die Vorwahlentscheidungen längst läuft.

Vergleicht man die Kandidaten, liegt Obama bei den Spenden noch weit vorn - über 120 Millionen Dollar soll er im vergangenen Jahr zusammenbekommen haben, laut "New York Times" sollen es sogar 140 Millionen Dollar sein. Romney schaffte es dagegen nur auf 56,9 Millionen Dollar, wie die unabhängige US-Nichtregierungsorganisation "Center for Responsive Politics" aufführt.

Vom Casino-Milliardär abhängig

Dabei ist er Spitzenreiter unter den republikanischen Kandidaten, er allein sammelte laut "Center for Responsive Politics" mehr Geld als seine Kontrahenten Newt Gingrich, Rick Santorum und Ron Paul zusammen. Romney ist nicht nur stimmenmäßig, sondern auch in finanziellen Dingen weit überlegen. Auf rund 250 Millionen Dollar wird allein das Privatvermögen des ehemaligen Investmentbankers nach Medienberichten geschätzt.

Sein Rivale Gingrich muss sich bei seinem Wahlkampf vor allem auf die Unterstützung des Casino-Milliardärs Sheldon Adelson und dessen Frau Miriam verlassen: Sie steckten im Januar allein zehn Millionen Dollar in den Super-PAC "Winning Our Future", der Gingrich unterstützt. Bis dahin hatte die Lobby-Gruppe gerade mal zwei Millionen Dollar zusammenbekommen, berichtet die "New York Times". Davon stammten allerdings 500.000 Dollar von Miriam Adelsons jüngster Tochter. Weitere Förderer sind ein Milliardär aus Texas und ein Geschäftsmann aus Alabama, sie gaben ebenfalls eine halbe Million.

Obama setzt dagegen nicht nur auf Großspender, er kann auch auf ein Netz von Hunderten Unterstützern zurückgreifen, die Schecks von bis zu 2500 Dollar bei ihren Freunden und Bekannten einsammeln. Freiwillig legte der US-Präsident am Dienstag die Namen von rund 90 neuen Einzelpersonen und Paaren offen, die für seinen Wahlkampf Spenden akquirieren. Bisher hat dies laut "New York Times" keiner der republikanischen Kandidaten getan: Sie gaben nur die Namen der registrierten Lobbyisten an, die sie unterstützen - zu dieser Veröffentlichung sind die Kandidaten per Gesetz verpflichtet.

heb/AP

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insgesamt 15 Beiträge
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Seite 1
lomay 01.02.2012
1. ohne
Zitat von sysopSie wollen Barack Obama aus dem Weißen Haus*jagen - und brauchen für den Wahlkampf viel Geld. Bisher haben Lobby-Gruppen der Republikaner vier Mal so viele Spenden*zusammenbekommen wie die ihrer demokratischen Gegner. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,812653,00.html
So langsam gehen mir diese Dauerberichte über den Vorwahlkampf in den USA auf den Keks. Ich bin hier in Deutschland, nicht da drüben, also laßt mich in Ruhe mit dem Mist. Nach der Wahl könnt ihr mir gern kurz mitteilen, wer die Präsidentenwahl gewonnen hat, aber bitte nicht diese Dauerberieselung mit jedem Pfurz, der dort drüben gelassen wird. Es wird ja auch nicht über jede Präsidentenwahl in Südamerika oder Afrika berichtet, oder sind wir letztlich doch nichts anderes als ein S....Vasallenstaat ?
streitender_hahn 01.02.2012
2.
Hunderte Millionen Dollar für einen Wahlkampf. Oh du verkorkste Politik.
joe49 01.02.2012
3. Ein Tipp!
Zitat von lomaySo langsam gehen mir diese Dauerberichte über den Vorwahlkampf in den USA auf den Keks. Ich bin hier in Deutschland, nicht da drüben, also laßt mich in Ruhe mit dem Mist. Nach der Wahl könnt ihr mir gern kurz mitteilen, wer die Präsidentenwahl gewonnen hat, aber bitte nicht diese Dauerberieselung mit jedem Pfurz, der dort drüben gelassen wird. Es wird ja auch nicht über jede Präsidentenwahl in Südamerika oder Afrika berichtet, oder sind wir letztlich doch nichts anderes als ein S....Vasallenstaat ?
Einfach nicht lesen!
cato. 01.02.2012
4. ...
Zitat von sysopSie wollen Barack Obama aus dem Weißen Haus*jagen - und brauchen für den Wahlkampf viel Geld. Bisher haben Lobby-Gruppen der Republikaner vier Mal so viele Spenden*zusammenbekommen wie die ihrer demokratischen Gegner. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,812653,00.html
Ich hatte mir mal eine der Talkrunden angesehen und da war immer von einer Milliarde die Rede die Obama angeblich für den Wahlkampf haben soll ...
ryul 01.02.2012
5.
Zitat von sysopSie wollen Barack Obama aus dem Weißen Haus*jagen - und brauchen für den Wahlkampf viel Geld. Bisher haben Lobby-Gruppen der Republikaner vier Mal so viele Spenden*zusammenbekommen wie die ihrer demokratischen Gegner. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,812653,00.html
Könnte SPON bitte aufhören für den Rassisten Romney Propaganda zu betreiben?
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