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US-Präsidentenwahl: Tea-Party-Ikone Bachmann tritt für Republikaner an

Jetzt ist es offiziell: Michele Bachmann zieht für die Republikaner in den US-Wahlkampf. Die so telegene wie erzkonservative Politikerin profiliert sich als Gegnerin von Abtreibungen, wettert gegen die Regierung in Washington - und punktet in Umfragen glänzend.

Republikanerin Bachmann: "Unabhängigkeit von der Regierung" Zur Großansicht
AP

Republikanerin Bachmann: "Unabhängigkeit von der Regierung"

Washington - Was die Popularität angeht, kann sie es schon fast mit Sarah Palin aufnehmen. Doch während diese immer noch zögert, hat sich die radikalkonservative Michele Bachmann offiziell um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner in den USA beworben. "Meine Bewerbung steht für Unabhängigkeit von der Regierung (in Washington)", sagte die 55-jährige Kongressabgeordnete am Montag in ihrer Heimatstadt Waterloo in Iowa, jenem Staat, in dem traditionell die erste Vorwahl stattfindet.

Bachmann war in den vergangenen Wochen im republikanischen Lager zu einem Star geworden: Bei einem TV-Duell erklärter und potentieller konservativer Präsidentschaftsbewerber hatte sie überraschend gut abgeschnitten.

Auch eine am Sonntag veröffentlichte Umfrage in Iowa unterstrich, dass sie bei der innerparteilichen Kandidatenkür mitmischen könnte: Dabei landete sie mit nur einem Prozentpunkt Unterschied auf Platz zwei hinter dem bisherigen Favoriten Mitt Romney, dem Exgouverneur von Massachusetts.

In den kommenden Tagen besucht Bachmann mit New Hampshire und North Carolina zwei weitere Staaten, in denen republikanische Wähler eine frühe Entscheidung über ihren Wunschkandidaten bei der Präsidentschaftswahl im November 2012 treffen.

Liebling der Tea Party - und eine "echte Konservative"

Bachmann kann vor allem auf Unterstützung der populistischen Tea-Party-Bewegung hoffen, deren Positionen sie weitgehend vertritt. Im Gegensatz zu Romney, der als Gouverneur in vielen Bereichen gemäßigte Positionen vertreten und dann eine Kehrtwende vollzogen hatte, gilt sie als "echte Konservative".

Die Politikerin hat sich als leidenschaftliche Abtreibungsgegnerin profiliert und will möglichst viel Macht von der Bundesregierung in Washington auf die Bundesstaaten verlagern. Dazu hat sie erklärt, die Gesundheitsreform von Präsident Barack Obama rückgängig machen. "Wir können es nicht riskieren, Obama weitere vier Jahre zu geben, in denen er unser Land demontiert", hatte sie zuletzt in einem Brief an ihre Unterstützer verkündet.

Mit ihrer jüngsten Popularität könnte Bachmann zur Rivalin von Sarah Palin werden, einer anderen Ikone der Sozialkonservativen. Die Exgouverneurin von Alaska kokettiert seit längerem öffentlich mit einer Präsidentschaftsbewerbung, ist aber noch nicht offiziell im Rennen.

jok/dpa-AFX

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insgesamt 18 Beiträge
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1. Falsch
protagonist 27.06.2011
Sowohl die Headline als auch der Artikel selbst sind irreführend bis falsch. Bachman tritt nicht 'für die Republikaner' an, zunächst einmal tritt sie gegen Republikaner an, und zwar in den Primaries der Partei, wo über die Nominierung des republikanischen Anwärters entschieden werden wird.
2. Nicht ganz so falsch
pippiwawa 27.06.2011
Zitat von protagonistSowohl die Headline als auch der Artikel selbst sind irreführend bis falsch. Bachman tritt nicht 'für die Republikaner' an, zunächst einmal tritt sie gegen Republikaner an, und zwar in den Primaries der Partei, wo über die Nominierung des republikanischen Anwärters entschieden werden wird.
Sie bewirbt sich um die Praesidentschaftskanditatur der Republikanischen Partei. So sehr diese Tea Party Leutchen auch beteuern ganz was anderes zu sein. Sie sind auf dem Republikanischen Ticket und sind Im Kogress caucus der Republikaner. Meiner Meinung nach ist diese ganze Bewegung ein cleveres "Rebranding" einer beschaedigten Marke. Diese Marke heisst GOP und versucht sich recht erfolgreich als revolutionaere neue Partei zu verkaufen. Dieses Prinzip funktioniert wunderbar um den Arger der Bevoelkerung in die selben politischen Bahnen zu lenken und letztendlich Mehrheiten fuer die Republikaner zu sichern die ohne diese angeblichen Revolutzer genauso unbeliebt sind wie die Demokraten .
3. ...
husker 27.06.2011
Man kann nur hoffen, dass Bachmann gewinnt, denn so ist eine zweite Legislaturperiode Obamas gesichert.
4. Sind Sie ein Masochist?
aceofspade 27.06.2011
Zitat von huskerMan kann nur hoffen, dass Bachmann gewinnt, denn so ist eine zweite Legislaturperiode Obamas gesichert.
Haben Sie Lust auf weitere 4 Jahre Depression?
5. -
Willie, 27.06.2011
Zitat von aceofspadeHaben Sie Lust auf weitere 4 Jahre Depression?
Wieso denn das? Bush ist doch bereits 2 1/2 Jahre weg und ein weiterer Republikaner wird die naechste Praesidentschaftwahl nicht gewinnen. Dazu wird die GOP Mehrheit im House in Kuerze ihre totale Veweigerungshaltung aufgeben muessen, weil die Buerger dem inzwischen auf die Schliche gekommen sind. Alles gute Voraussetzungen dafuer, dass es fuer eine Wirtschaftserholung besser wird.
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