Trumps Kandidatin US-Senat bestätigt Kirstjen Nielsen als Heimatschutzministerin

Krisenexpertin Kirstjen Nielsen wird neue US-Heimatschutzministerin. Der Senat bestätigte nun einen entsprechenden Vorschlag Donald Trumps.

Kirstjen Nielsen
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Kirstjen Nielsen


Der US-Senat hat Präsident Donald Trumps Vorschlag für die Spitze des Heimatschutzministeriums, Kirstjen Nielsen, mit klarer Mehrheit bestätigt. 62 Senatoren sprachen sich am Dienstag für die 45-Jährige aus, 37 waren dagegen. Damit stimmten auch mindestens zehn Senatoren der oppositionellen Demokraten für die Frau als Nachfolgerin von John Kelly.

Der Posten des Heimatschutzministers war frei geworden, als Amtsinhaber Kelly Ende Juli ins Weiße Haus gewechselt war. Seither führte Elaine Duke übergangsweise das Ressort. Nielsen war bisher Kellys Stellvertreterin als Stabschef und gilt als seine Vertraute.

Kelly soll hart für die Nominierung seiner Mitarbeiterin gekämpft haben, die sich letztlich gegen mehrere andere Kandidaten durchsetzen konnte. Nielsen arbeitete bereits unter dem früheren Präsidenten George W. Bush im Heimatschutzministerium, wo sie für rechtliche Belange im Bereich der Verkehrssicherheit zuständig war. Später gründete sie eine Beratungsfirma für Risikomanagement und arbeitete unter Bush im Heimatschutzgremium des Weißen Hauses.

Trump hatte Nielsen im Oktober für den Posten nominiert. Sie habe "umfassende berufliche Erfahrung im Heimatschutz, in der Cybersicherheit sowie im Management von wichtiger Infrastruktur und Krisenmanagement", teilte das Weiße Haus damals mit.

Das Ministerium für Heimatschutz (Homeland Security) wurde als Reaktion auf die Anschläge vom 11. September 2001 aufgebaut. Es ist so etwas wie das Ministerium für innere Sicherheit, während das US-Innenministerium vorwiegend mit den Nationalparks befasst ist. In dem riesigen Apparat der Homeland Security sind viele verschiedene Regierungsbehörden mit rund 240.000 Mitarbeitern zusammengefasst.

Dem Heimatschutzministerium kommt eine zentrale Rolle zu bei Trumps Vorhaben, die illegale Einwanderung in die USA zu unterbinden und die Grenzsicherheit zu verstärken.

aar/AFP/dpa



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