US-Vorwahlen Demokrat Kucinich steigt aus

Er wollte Vizepräsident Cheney aus dem Amt entheben lassen und behauptete, ein Ufo gesehen zu haben: Der Demokrat Dennis Kucinich fiel im US-Präsidentschaftsrennen durch ungewöhnliche Äußerungen auf. Nun hat er seine Kandidatur zurückgezogen.


Washington - Der demokratische Kongressabgeordnete Dennis Kucinich ist aus dem US-Präsidentschaftsrennen ausgestiegen. Das sagte er in einem Interview der in Cleveland erscheinenden Zeitung "Plain Dealer". Eine offizielle Erklärung wurde für Freitag angekündigt.

Demokrat Kucinich: Enttäuscht von seinem bisherigen Abschneiden
REUTERS

Demokrat Kucinich: Enttäuscht von seinem bisherigen Abschneiden

Der 61-Jährige aus Ohio war zuvor durch seine extreme Haltung in vielen politischen Fragen, seine Schlagfertigkeit und Absonderlichkeiten aufgefallen. So sprach er sich unter anderem für die Schaffung eines "Friedensministeriums" aus und setzte sich für ein Amtsenthebungsverfahren gegen Vizepräsident Dick Cheney ein. Außerdem will er ein Ufo gesehen haben, wie er in einer Fernsehdebatte bestätigte.

Kucinich galt als chancenlos, nachdem er es bei den Vorwahlen in New Hampshire lediglich auf ein Prozent der Stimmen gebracht hatte. Bereits vor vier Jahren hatte er sich erfolglos um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten beworben.

Nach seinem enttäuschenden Abschneiden bei der bisherigen Kandidatenkür wolle er sich nun ganz auf seine Wiederwahl ins Abgeordnetenhaus konzentrieren, sagte Kucinich der Zeitung. Neben dem Präsidenten wird am 4. November auch der Kongress neu gewählt.

Die Spitzenreiter im Tauziehen um die demokratische Präsidentschaftskandidatur sind die ehemalige First Lady Hillary Clinton und der schwarze Senator Barack Obama. Die nächste innerparteiliche Vorwahl steht am Samstag in South Carolina an.

tno/dpa/AP



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