US-Vorwahlen Bernie Sanders gewinnt Washington, Alaska und Hawaii

Im Rennen um die US-Präsidentschaftskandidatur macht Bernie Sanders ein bisschen Boden gut: Bei den Vorwahlen in Washington, Alaska und Hawaii konnte er sich klar gegen Hillary Clinton durchsetzen.


Bei den Vorwahlen der US-Demokraten in Washington und Alaska hat Senator Bernie Sanders seine Rivalin Hillary Clinton klar geschlagen. Das meldeten mehrere US-Sender übereinstimmend. In Washington lag Sanders mit rund 76 Prozent deutlich vor der Ex-Außenministerin. Die Ergebnisse in dem Westküstenstaat sind an diesem Wochenende am wichtigsten: Es geht um 101 Delegiertenstimmen.

In Alaska sind 16 Delegiertenstimmen zu vergeben. Dort gewann der linksgerichtete Sanders mit rund 79 Prozent. Auch in Hawaii lag er deutlich vor Clinton, laut NBC News kam Sanders auf 71 Prozent der Stimmen. In Hawaii ging es um 25 Delegiertenstimmen.

Bei den Demokraten hat Clinton bisher die Nase vorn. Sie hat laut einer Zählung der Nachrichtenagentur AP bereits 1703 der erforderlichen 2383 Delegiertenstimmen gesammelt. Sanders erreicht hingegen nur 985. Auch wenn er weiter deutlich hinter Clinton zurückliegt, könnten die Siege einen wichtigen Schub für ihn bedeuten.

Bei den Republikanern führt Multimilliardär Donald Trump das Bewerberfeld an - die Republikaner stimmen an diesem Wochenende nicht ab.

Ergebnisse der US-Vorwahlen

kry/dpa/AFP/AP

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insgesamt 126 Beiträge
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olivervöl 27.03.2016
1. Sanders hat reelle Chancen
Die Stimmung kippt. Die Superdelegierten können noch von Clinton zu Sanders wechseln.
NamenloserKommentar 27.03.2016
2. Feel The Bern!
Auch wenn Hillary fast schon die Primaries der Demokraten für sich entschieden hat, sind diese 76 - 79% in Washington und vor allem Alaska ein überraschender großer Erfolg für Sanders. Man wird leichte Gefühl nicht los, Das man sich bei der Berichterstattung hier ein wenig an die New York Times orientiert und Er deshalb wie in dieser etwas klein geredet wird ;).
nj4ck 27.03.2016
3.
"1681 der erforderlichen 2383 Delegiertenstimmen gesammelt. Sanders erreicht hingegen nur 927." Ich hatte gehofft, der Spiegel wäre ein wenig professioneller als Amerikanische Medien und würde auf das Mitzählen von Superdelegierten verzichten. Selbst wenn sie lediglich die NYT zitieren wäre es hilfreich darauf zu verweisen, dass die Superdelegierten, die hier ohne Vermerk in Clintons Zahlen eingerechnet wurden, keineswegs ihr "gehören". Superdelegierte können jederzeit ihre Stimme ändern und tun dies auch. So wie sie 2008 alle am Ende zu Obama umsiedelten, könnte sich das dieses Jahr wiederholen, sollte Sanders die Mehrheit der "normalen" Delegierten erhalten. Und nebenbei: die tatsächlichen Zahlen (ohne Superdelegierte) liegen momentan bei 1228 zu 947.
movfaltin 27.03.2016
4. Zum Glück
Mit Bernie Sanders als POTUS könnte ich leben. Zwar ein wenig alt, der Junge, aber deutlich besser als Hillary, und wohl auch besser als Trump. Hillarys Kandidatur stinkt nach großer Korruption, stinkt nach Vorteilnahme und Pöstchenvergabe im stillen Kämmerlein, Hillary hat selbst Interna einfach so rausgemailt und damit womöglich ihrer Bevölkerung ohne hinreichenden Grund geschadet, und Hillary war wieder eine der ersten, die nach mehr Überwachung rief dieser Tage, als es in Bruxelles explodierte. Hillary war als Außenministerin maßgeblich mitverantwortlich für einige der aggressiven Angriffskriege der USA. Das, was bei mir am allermeisten negative Erwartungen weckt, ist ihr ausgesprochener (ich sage bewusst außerhalb dieser Klammer nicht "krankhafter", denn das kann ich nicht beurteilen) Ehrgeiz, wohl auch, es ihrem Mann zumindest mal gleichzutun. Hoffentlich ist das kein komplexverschuldeter Größenwahn. Bei Trump ist der Größenwahn hingegen noch evidenter, allerdings sollte der keine Minderwertigkeitskomplexe haben, sondern stabile policies verfolgen können. Sollte Clinton tatsächlich demokratische Kandidatin werden, hoffe ich doch eher auf Trump. Sonst auf Sanders.
fareast 27.03.2016
5. Es waere schoen,
wenn sich SPON ein Beispiel an der FAZ naehme und die Superdelegierten ausser acht liesse. Tatsaechlich hat Clinton 1228 und Sanders 947 Delegierte. Bislang haben die Superdelegierten nich immer den Kandidaten gewaehlt, der bei den Primaries die meisten Wahlmaenner bekommen hat.
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