Trotz 50.000 Unterschriften Secret Service verbietet Waffen auf Republikaner-Parteitag

Die US-Republikaner treten vehement für das Recht auf Selbstverteidigung ein. Doch zu ihrem Parteitag im Juli dürfen sie keine Schusswaffen mitbringen.

Waffengeschäft in Colorado
AP

Waffengeschäft in Colorado


Beim Parteitag der US-Republikaner im Juli sind Schusswaffen nicht erlaubt. Das teilte der Secret Service am Montag mit.

Nur das vom Secret Service zugelassene Sicherheitspersonal werde bei der Kür des republikanischen Präsidentschaftskandidaten in Cleveland Schusswaffen tragen dürfen, erklärte Sprecher Robert Hoback. Bewaffnete Teilnehmer würden dagegen an den Kontrollen am Eingang gestoppt.

Zuvor hatten fast 50.000 Menschen eine Onlinepetition für die Zulassung von Schusswaffen beim Parteitag unterzeichnet. Zur Begründung hieß es, dass sich die Teilnehmer im Falle eines Angriffs verteidigen müssten.

Der Secret Service hatte jedoch bereits für den Parteitag der Republikaner 2012 in Tampa im US-Bundesstaat Florida ein Schusswaffenverbot ausgesprochen. Die Spezialeinheit ist für die Sicherheit des Präsidenten und aussichtsreicher Präsidentschaftsbewerber zuständig.

Die Präsidentschaftskandidaten von Republikanern und Demokraten werden bei Parteitagen im Juli nominiert. Bei den Republikanern liegt der umstrittene Milliardär Donald Trump im Vorwahlkampf klar in Führung. Es ist aber trotzdem möglich, dass es beim Parteitag in Cleveland zu einer Kampfabstimmung kommt.

Präsident Barack Obama, der bei der Wahl im November nach zwei Amtszeiten nicht erneut antreten darf, war in der Vergangenheit immer wieder mit Initiativen für schärfere Waffengesetze im Kongress gescheitert. Vor allem die Republikaner wollen nicht an dem in der US-Verfassung verankerten Recht auf Waffenbesitz rütteln.

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sun/AFP



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