US-Wahl 2016 Ex-Präsident Bush sieht klare Beweise für Einmischung Russlands

In den USA untersucht das FBI, ob und wie der Kreml Einfluss auf den US-Wahlkampf 2016 nahm. Ex-Präsident Bush hat daran keine Zweifel.

George W. Bush
AFP

George W. Bush


Der frühere republikanische US-Präsident George W. Bush ist sicher, dass Russland versucht hat, die Präsidentschaftswahl von 2016 zu beeinflussen.

Auf einer Konferenz in den Vereinigten Arabischen Emiraten, die eigentlich nichts mit amerikanischer Innenpolitik zu tun hatte, sagte Bush, es gebe "ziemlich klare Beweise für Russlands Einmischung". Allerdings ist er sich über die Wirkung dessen nicht so sicher: "Ob sie den Ausgang beeinflusst haben, ist eine andere Frage."

Weiter erklärte er, es sei immer fragwürdig, wenn sich eine ausländische Macht in Wahlen in den USA einmische. Eine Demokratie sei nur intakt, wenn "die Leute auch auf das Ergebnis vertrauen".

Twitter-Bots waren parteiisch für Trump

Beweise für den Versuch, Einfluss zu nehmen, gibt es einige: So wiesen die Internetplattformen Twitter und Facebook zahlreiche Versuche aus Russland nach, die Stimmung in den USA zu lenken. Das geschah sowohl über bezahlte Werbung als auch über automatisierte und gefälschte Accounts.

Im Fall von Twitter waren die automatisierten Account deutlich parteiisch: Sie verbreiteten vor allem Nachrichten von Donald Trump weiter und verhalfen dem republikanischen Kandidaten so zu einer größeren Reichweite.

Unabhängig von Social Media sind die Ermittlungen der US-Bundespolizeibehörde FBI gegen enge Vertraute Trumps: Dessen Schwiegersohn Jared Kushner und zwei weitere hochrangige Mitarbeiter hatten sich im Firmensitz Trump Tower mit einer russischen Anwältin getroffen. Sie hatte der Trump-Kampagne kompromittierendes Material über Trumps politische Gegnerin Hillary Clinton angeboten.

cht/AP



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