Auszählung US-Wahl Clintons Vorsprung wächst auf 2,7 Millionen Stimmen

Fast vier Wochen nach der US-Wahl werden weiterhin Ergebnisse ausgezählt. Inzwischen liegt Hillary Clinton mit 2,7 Millionen Stimmen vor dem Wahlsieger Donald Trump.


Trotz ihrer Niederlage bei der US-Präsidentenwahl liegt Hillary Clinton nun fast 2,7 Millionen Stimmen vor dem Republikaner Donald Trump. Das geht aus inoffiziellen Zahlen des Cook Reports hervor, auf den sich auch mehrere US-Medien berufen.

Für die Demokratin stimmten nach derzeitigem Stand der Auszählung demnach 65,47 Millionen Menschen und für Trump 62,81 Millionen. Damit ist Clinton nicht mehr weit von den 65,9 Millionen Menschen entfernt, die 2012 für Barack Obama gestimmt hatten.

Diese Zahlen sind für den Wahlausgang allerdings unerheblich: Das Wahlsystem der USA ermöglicht eine Niederlage trotz einer Mehrheit der Stimmen. Trump gewann, weil er im entscheidenden Gremium der Wahlleute die Mehrheit errang.

Im US-Bundesstaat Michigan läuft inzwischen die Neuauszählung der Stimmen. Eine Woche bleibt den Helfern dafür Zeit. Die Grünen-Kandidatin Jill Stein hatte eine Überprüfung des Ergebnisses in den Bundesstaaten Wisconsin, Pennsylvania und Michigan beantragt, wo die Ergebnisse jeweils sehr knapp gewesen waren. Sie macht geltend, dass Wahlmaschinen manipuliert gewesen sein könnten.

Das Ergebnis in Michigan war das knappste. Donald Trump gewann dort gegen Hillary Clinton mit einem Vorsprung von 10.704 Stimmen oder 0,2 Prozentpunkten. Die Neuauszählungen müssen gesetzlich bis zum 13. Dezember abgeschlossen sein.

mho/dpa



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