US-Wahl Obama jetzt auch offiziell Sieger in Florida

Schöne Formsache für Barack Obama: Der US-Präsident ist nun auch formell zum Wahl-Gewinner in Florida erklärt worden. Er hat damit US-weit insgesamt 332 Wahlmännerstimmen auf sich vereint, 62 mehr als nötig.

Auszählung der Wählerstimmen: 74.000 Stimmen Vorsprung für Obama
AP

Auszählung der Wählerstimmen: 74.000 Stimmen Vorsprung für Obama


Washington - Obama habe 50,01 Prozent geholt, teilte die örtliche Wahlkommission am Samstag mit, sein republikanischer Herausforderer Mitt Romney 49,14 Prozent. Der Abstand habe am Ende rund 74.000 Stimmen betragen.

Für den Ausgang der Präsidentenwahl hat das Ergebnis keine entscheidende Bedeutung mehr, da Obama bereits an der Wahlnacht genügend Staaten gewonnen hatte. Das Endergebnis bei den Wahlmännerstimmen lautet jetzt 332 für Obama und 206 für Romney.

Auch bei der Gesamtzahl der Stimmen lag Obama schließlich deutlich vorn. Laut CNN gewann er US-weit mit 51 zu 48 Prozent gegen Romney. Rund 3,2 Millionen mehr Bürger votierten für den Amtsinhaber als für den Herausforderer.

In Florida hatte Obama bei der Auszählung am 6. November hauchdünn vor Romney gelegen. Daher kam es auf die sogenannten provisorischen Stimmen an - Stimmzettel, die erst noch überprüft werden mussten.

Formell treffen sich die Wahlmänner am 17. Dezember in den Staaten zur Wahl des Präsidenten. Eingesammelt, versiegelt und beglaubigt werden ihre Stimmen an den Senatspräsidenten in Washington geschickt. Am 6. Januar werden die Stimmen in einer gemeinsamen Sitzung von Senat und Repräsentantenhaus offiziell ausgezählt. Am 21. Januar wird Obama am "Inauguration Day" öffentlich in seine zweite und letzte Amtszeit eingeführt.

mik/AP

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widder58 10.11.2012
1.
Zitat von sysopAPSchöne Formsache für Barack Obama. Der US-Präsident ist jetzt auch offiziell Wahl-Gewinner in Florida. Er hat damit 332 Wahlmännerstimmen auf sich vereint. Die Republikaner hatten die Schlappe bereits am Vortag eingeräumt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-obama-jetzt-auch-offiziell-sieger-in-florida-a-866511.html
Dann bleibt ja nur noch eine Formsache, nämlich Hillary Clinton mit Ihrer verfehlten Syrienpolitik abzuschießen.
Jo.S 10.11.2012
2. Umfrage und Wirklichkeit: Florida macht die Kluft noch größer
Zitat von sysopAPSchöne Formsache für Barack Obama. Der US-Präsident ist jetzt auch offiziell Wahl-Gewinner in Florida. Er hat damit 332 Wahlmännerstimmen auf sich vereint. Die Republikaner hatten die Schlappe bereits am Vortag eingeräumt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/us-wahl-obama-jetzt-auch-offiziell-sieger-in-florida-a-866511.html
Gratulation für den Sieger! Das tatsächliche Ergebnis ist eindeutig: Der amtierende Präsident hat über 2,7% Vorsprung bei den Stimmen und jetzt wohl über 24 % Vorsprung bei den Wahlmännern. Es liegt mir fern, den Sp-On zu kritisieren: Die Umfragen stammen ja nicht vom Spiegel. Was mich wundert, wie es kommt, dass die Vorhersagen so vollkommen falsch lagen. Ist es (A) technisches Unvermögen der Institute, ist es (B) eine bewusste Falschinformation oder ist es (C) etwas ganz anderes? Für den Moment ist das natürlich egal. Aber nach der Wahl ist vor der Wahl: Warum nicht ein wenig mehr von Amerika verstehen? Wo doch alle, die es wissen müssen, immer wieder betonen, dass wir Europäer uns da schwer tun: Ich jedenfalls würde mich freuen, sollte der Sp-On das 'Phänomen' bei Gelegenheit rational begreifbar machen.
homo-rationalis 10.11.2012
3. Umfragen haben Obama immer vorne gesehen; die wurden halt ignoriert
naja... die Umfragen haben Obama eigentlich immer vorne gesehen. Laut dem RCP average von www.realclearpolitics.com war Obama das ganze Jahr in allen Umfrage-Durchschnittswerten vorne. Das Problem ist halt, dass die Konservativen und die Medien die Umfragen alle ignoriert haben, weil das Romney Lager uns verzählt hat, dass die Wahl ganz knapp sein wird.
hartfordian 10.11.2012
4.
Zitat von widder58Dann bleibt ja nur noch eine Formsache, nämlich Hillary Clinton mit Ihrer verfehlten Syrienpolitik abzuschießen.
Die hat bereits ihren Ruecktritt angekuendigt. Schliesslich will sie 2016 Praesidentin werden und hat keine Zeit mehr, Obamas Vize zu spielen.
europagermane 10.11.2012
5. Wertvoll ...
Bei aller, sicher berechtigter Kritik an den USA sollten wir Europäer froh sein, dass solch kriegslüsterne Erfüllingsgehilfen der Waffenlobby und auch der Hochfinanz wie Romney gescheitert sind! Andererseits muss man feststellen, dass das US-Establishment jetzt irgendwie die Quittung bekommt für seine ewige Denkhaltung, etwas Besseres zu sein: Nachfahren von Sklaven bzw. billige Arbeitskräfte (Latinos), die den Grenzzaun überwinden konnten, haben mit Obama eine gerechtere Zukunft gewählt, ebenso die Jüngeren unter 30. Leider verstehen die älteren US-Bürger nicht, dass die Zukunft auch den Jüngeren und Wertschöpfungsgehilfen ihres eigenen Wohlstandes gehören muss, sonst ist es aus damit! Obama jedenfalls hat es wohl erkannt und ist in meinen Augen hier voll authentisch. Eine Art Messias jedoch kann er und sollte er auch nicht sein!
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