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US-Wahl: Palin wirft Obama Nähe zu Terroristen vor

Die Gangart wird härter: Einen Monat vor der US-Präsidentschaftswahl hat die republikanische Vize-Kandidatin Palin den demokratischen Bewerber Obama persönlich angegriffen. Sie warf ihm vor, Freundschaft mit Terroristen zu schließen.

Englewood - Persönliche Attacke gegen Barack Obama: Die republikanische Vize-Präsidentschaftskandidatin Sarah Palin hat dem demokratischen Bewerber vorgeworfen, Radikalen nahezustehen. Sie sagte vor einer Gruppe von Spendern in Englewood, Colorado, Obama sehe Amerika als so mangelhaft an, dass er mit Terroristen Freundschaft schließe, die ihr eigenes Land angreifen würden.

Republikanische Vize-Kandidatin Sarah Palin: Der Ton im Wahlkampf wird rauer
AFP

Republikanische Vize-Kandidatin Sarah Palin: Der Ton im Wahlkampf wird rauer

Palin zitierte einen Bericht der "New York Times", in dem über die Verbindung Obamas mit Bill Ayers, einem ehemaligen Mitglied der militanten Protestgruppe Weather Underground und heutigen Professor an der University of Illinois, berichtet wurde. Die Gruppe hatte während des Vietnam-Kriegs mehrere unblutige Anschläge ausgeführt. Obamas Wahlkampfteam verurteilte die Äußerung als beleidigend.

Obama und Bill Ayers waren vor rund sechs Jahren für die gleiche Wohltätigkeitsorganisation tätig. Der 47-jährige Demokrat hat die früheren radikalen Ansichten Ayers jedoch öffentlich verurteilt. Ayers und Obama leben im gleichen Stadtviertel, wo sie sich für die Woods-Stiftung engagierten, die Armen hilft. Obama verließ den Vorstand der Organisation im Jahr 2002. Mitte der neunziger Jahre hatte Ayers außerdem eine Veranstaltung für Obama organisiert, der damals im Wahlkampf war.

Der republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain und Palin scheinen den zuletzt in Umfragen führenden Obama nun stärker persönlich angreifen zu wollen. Ein Sprecher des Demokraten erklärte nach den Anschuldigungen vom Samstag, die beiden Republikaner verbrächten ihre Zeit offenbar lieber damit, Obama herunterzumachen als einen Plan zur Lösung der Wirtschaftskrise auszuarbeiten.

ore/AP/Reuters

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