US-Wahl Student versteigert sein Stimmrecht - Justiz ermittelt

Für ein Mindestgebot von zehn Dollar hat ein amerikanischer Student bei Ebay sein Stimmrecht für die Präsidentschaftswahl angeboten. Deshalb wird der 19-Jährige von der US-Justiz angeklagt.


Minneapolis - Der Spaß ging für Max Sanders nach hinten los. "Es war ein Scherz", verteidigte sich der Student an der University of Minnesota - doch vergebens. Weil er sein Votum bei der Präsidentschaftswahl gegen ein Mindestgebot von zehn Dollar bei Ebay anbot, greift jetzt die Justiz ein. Gegen Sanders wurde auf Grundlage eines Gesetzes aus dem Jahr 1893 Anklage erhoben.

"Wir nehmen das sehr ernst", sagte Justizsprecher John Aiken. "Es gab Menschen, die für dieses Land gestorben sind, für unser Wahlrecht." Dem Studenten drohen theoretisch fünf Jahre Gefängnis und eine Geldstrafe von 10.000 Dollar. Bei Ebay gingen keine Gebote für Sanders' Angebot ein.

als/AP

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