Hackerangriffe Putin bestreitet Einflussnahme auf US-Wahl

US-Geheimdienste werfen Moskau vor, die US-Präsidentschaftswahl beeinflusst zu haben. Russlands Präsident Putin sprach nun von Lügen und Provokationen.

Wladimir Putin
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Wladimir Putin


FBI, CIA und NSA waren sich sicher: Wladimir Putin hat die Hackerangriffe im Vorfeld der US-Wahl 2016 persönlich befohlen. Der russische Militärgeheimdienst GRU soll demnach Daten gestohlen und veröffentlicht haben.

Russland bestreitet die Vorwürfe - am Donnerstag meldete sich Putin persönlich zu Wort. Kontakte, die russische Diplomaten in den USA unterhalten hätten, gehörten zu deren routinemäßiger Arbeit, sagte Putin in Archangelsk, einer Hafenstadt im Norden Russlands am Weißen Meer. Andere Anschuldigungen seien Lügen und Provokationen.

Die drei US-Geheimdienste hatten im Januar eine Analyse veröffentlicht, wonach Russland E-Mails der Demokraten gehackt und an Wikileaks weitergegeben haben soll. Ziel sei es gewesen, die US-Präsidentschaftswahl zu beeinflussen.

Seine Regierung sei bereit, die Beziehungen zu den USA wieder zu normalisieren, sagte Putin. Russland strebe ein freundschaftliches Verhältnis an und habe den USA auch schon vor langer Zeit gemeinsame Anstrengungen zur Cybersicherheit angeboten. Eine solche Kooperation sei aber von den USA abgelehnt worden.

In den USA untersuchen das FBI und mehrere Kongressausschüsse, ob Russland den Wahlkampf beeinflusst hat und ob es bedenkliche Kontakte zwischen dem Wahlkampfteam von Donald Trump und Vertretern Russlands gab.

sep/Reuters

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insgesamt 58 Beiträge
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Seite 1
Watschn 30.03.2017
1. Wahrscheinlich haben russ. Hacker...bzw. Hacker i.A. der russ. Regierung die Mails der DNC gehackt.....
Aber mehr wohl kaum. Jedoch ist nicht mal das bewiesen. Selbst die US-Geheimdienste bestätigten dem parl. Untersuchungsausschuss, dass die elektronischen US-Wahlurnen der Präsidentenwahl 2016 nicht manipuliert worden sind.. Was nun von seiten der Demokraten aufgezogen wird, ist mehr als eine Schimäre u. ein Ablenkungsmanöver des desaströsen Abschneidens ihrer Partei u. der Kandidatin..., da hat Putin sicher recht. Ein eher wirts-schwaches Land wie Russland soll eine ca. 1000-fach übermächtige Cybermacht übertölpeln, die alles in der Hand hat; von Internetschlüsselstellen, über eine haushoch überlegene staatl. Überwachungsmaschinerie NSA, geschlossene Cyberüberwachung, Kontrolle über alles soziale Medien...? Das glaubt ja nicht mal mein Kanarienvogel...
paula_f 30.03.2017
2. untaugliche Versuche Trump abzusetzen
Journalisten sollten verstanden haben, dass es keine digitale Signatur geben kann. Signaturen in EDV Dokumenten bestehen wie alle andere Zeichen aus 010100011 usw. Deshalb ist es immer möglich beliebige Signaturen und Absender zu ändern oder vorzugeben.
PeaceNow 30.03.2017
3. Natürlich
haben die USA keinerlei Interesse gezeigt mit Russland zu kooperieren. Denn dann würden sie ihr schönstes und ergiebigstes Feindbild selbst demontieren. So hingegen ist für alles der Russe schuld, wie praktisch und bequem, nicht wahr?
Celestine 30.03.2017
4.
Zitat von WatschnAber mehr wohl kaum. Jedoch ist nicht mal das bewiesen. Selbst die US-Geheimdienste bestätigten dem parl. Untersuchungsausschuss, dass die elektronischen US-Wahlurnen der Präsidentenwahl 2016 nicht manipuliert worden sind.. Was nun von seiten der Demokraten aufgezogen wird, ist mehr als eine Schimäre u. ein Ablenkungsmanöver des desaströsen Abschneidens ihrer Partei u. der Kandidatin..., da hat Putin sicher recht. Ein eher wirts-schwaches Land wie Russland soll eine ca. 1000-fach übermächtige Cybermacht übertölpeln, die alles in der Hand hat; von Internetschlüsselstellen, über eine haushoch überlegene staatl. Überwachungsmaschinerie NSA, geschlossene Cyberüberwachung, Kontrolle über alles soziale Medien...? Das glaubt ja nicht mal mein Kanarienvogel...
Alle US Geheimdienstorganisationen sind sich einig, dass Russland die PC’s der Demokraten gehackt hat, wobei die Russen es daraufhin auch noch veranlasst haben, dass diese durch die Wikileaks veröffentlicht wurden. Das streitet niemand mehr ab, außer vielleicht irgendwelche VT-Websites oder Breitbart et al. Sogar Trump bestä-tigte das Hacking in seiner ersten großen Pressekonferenz. Bei den Republikanern war das nicht der Fall, da wurde weder gehackt noch ver-trauliche Mails veröffentlicht. Die Ermittler gehen also inzwischen davon aus, dass das Wahlergebnis zu Lasten eines der beiden Kandidaten beeinflusst werden sollte. Warum sollten die Russen das wohl sonst tun? Aus Freude am Hacking? lol Dass die das nicht zugeben, ist wohl klar. Sie würden wohl auch niemals zugeben, dass der Kreml etwas mit dem Mord an kritischen Journalisten oder an Oppositionel-len zu tun hat. Komisch aber auch, denn in anderen Ländern häufen sich solche „zu-fälligen“ Morde nicht.
epiktet2000 30.03.2017
5. Informationswert?
Wenn nun Putin erklärt hätte, dass es den russischen Geheimdiensten gelungen wäre, die Wahlen total zu fälschen und eigentlich Clinton Präsidentin sein müsste, dann wäre es für die Foristen, die Putin als das Böse schlechthin sehen, auch nur eine Information gewesen, die sie längst kannten.
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