Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

US-Wahlkampf: Obama liegt in Iowa deutlich vor Clinton

Mit der Abstimmung in Iowa beginnt übermorgen die heiße Phase des US-Wahlkampfs. Für Barack Obama kommt das Votum genau richtig: In einer neuen Umfrage liegt der Kandidat der Demokraten deutlich vor seiner Rivalin Hillary Clinton.

Washington - Monatelang schien es, als würde Hillary Clinton die erste US-amerikanische Präsidentin werden. Inzwischen aber liegt Barack Obama in einigen Staaten gleichauf - in Iowa hat er sogar die Nase vorn. Einer Umfrage der Zeitung "Des Moines Register" lag Obama dort mit 32 Prozent Zustimmung sieben Punkte vor Clinton. Bei den Republikanern war demnach der ehemalige Gouverneur von Arkansas, Mike Huckabee, mit 32 Prozent weiter vor seinem stärksten Konkurrenten Mitt Romney aus Massachusetts.

Liegt einer Umfrage zufolge in Iowa vorn: Der Bewerber Barack Obama
REUTERS

Liegt einer Umfrage zufolge in Iowa vorn: Der Bewerber Barack Obama

Die Umfrage des "Des Moines Register" gilt als eine der verlässlichsten in Iowa, wo die Wähler sich oft erst kurzfristig für einen Kandidaten entscheiden. Clintons Wahlkampfbüro wies das Ergebnis mit der Begründung zurück, sie bewerte den Einfluss nicht parteigebundener Wähler zu stark und stehe in Widerspruch zu anderen Umfragen.

Iowa ist der erste Bundesstaat, in dem die Mitglieder von Demokraten und Republikanern am Donnerstag über ihren Kandidaten für die Wahl des Präsidenten abstimmen werden. In dem ländlichen Staat mit seinen 2,982 Millionen Einwohnern kämpfen die Bewerber besonders hart um den Sieg. Sie wollen sich einen Startvorteil im Rennen um das Weiße Haus verschaffen. Die Bürger Iowas werden seit Wochen mit TV-Spots, E-Mails und Anrufen überschüttet.

Nach einem Bericht der "Washington Post" investierten Clinton und Obama im vergangenen Jahr jeweils die Rekordsumme von 100 Millionen Dollar (69 Millionen Euro) in ihren Wahlkampf. Inhaltlich unterscheiden sich die Programme der beiden Anwärter nur minimal voneinander. Hillary Clinton ist radikaler, wenn es um die Gesundheitsreform geht. Obama ist in Fragen des Irak-Kriegs radikaler. Und glaubwürdiger - weil die Senatorin Clinton einst für den Krieg stimmte. Sonst aber treten beide mit ähnlichen Konzepten an.

Michael Bloomberg, der Bürgermeister von New York, wies derweil Berichte zurück, er werde als unabhängiger Kandidat ins Rennen um das Präsidentenamt geschickt. Er bewerbe sich nicht um das höchste Amt im Staat, sagte der 65-Jährige im regionalen New Yorker TV-Sender NY1. Bloomberg, einer der reichsten Geschäftsmänner weltweit, war im Sommer aus der Republikanischen Partei ausgetreten. Er vertritt bei Themen wie Abtreibung, Homo-Ehe und Waffenbesitz liberalere Ansichten als die Konservativen.

kat/AFP

Diesen Artikel...

© SPIEGEL ONLINE 2008
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: