US-Wahlkampf Whoopi Goldberg klopft auf den Bush

Der Hollywood-Star Whoopi Goldberg machte eine sexuelle Anspielung auf den Namen des US-Präsidenten. Prompt reagierte das konservative Amerika. Nun ist die Schauspielerin einen Vertrag mit dem Konzern Slim Fast los.


Schauspielerin Goldberg: Zielscheibe konservativer Angriffe
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Schauspielerin Goldberg: Zielscheibe konservativer Angriffe

Washington - John Kerry, der Präsidentschaftskandidat der Demokraten, hatte sich auf der Veranstaltung amüsiert. Er danke allen für "einen außerordentlichen Abend".

Doch nicht alle waren von den Auftritten der Kerry-Unterstützer in New York erbaut. Knapp eine Woche, nachdem die Schauspielerin Whoopi Goldberg auf einer Wahlkampfveranstaltung für Kerry aufgetreten war, darf die Hollywood-Größe wegen spöttischer Bemerkungen über US-Präsident George W. Bush nicht mehr für den Schlankheitsmittel-Hersteller Slim Fast werben.

Konservative Republikaner hatten sich darüber empört, dass Goldberg sexuelle Anspielungen auf den Nachnamen des Präsidenten gemacht hatte. "Bush" steht im Gossen-Englisch auch als Synonym für primäre weibliche Geschlechtsorgane.

Einige Kunden fühlten sich deshalb beleidigt, deswegen werde die Werbung mit der Prominenten ab sofort zurückgezogen, sagte ein Firmensprecher.

An der Veranstaltung, die rund 7,5 Millionen Dollar an Wahlkampfspenden einbrachten, wirkten auch John Mellencamp, Jon Bon Jovi, Paul Newman, Meryl Streep, Jessica Lange und John Leguizamo mit.

Schon kurz nach ihren Auftritt hatten konservative Organisationen im Internet mit Boykottmaßnahmen gegenüber dem Schlankheitsmittelhersteller gedroht. In einigen Medien war Kerry zudem dafür kritisiert worden, dass er sich nicht von den Witzen Goldbergs distanziert hatte.



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