USA Abgeordneter vergleicht Einwanderer mit Wildschweinen

Ein republikanischer US-Abgeordneter hat illegale Einwanderer mit Wildschweinen verglichen. Der Verbalausfall sorgt bei Bürgerrechtlern für Aufruhr - einen Rücktritt lehnt der Politiker aus Kansas aber ab.


Topeka - Der Haushaltsausschuss des Repräsentantenhaus beriet Anfang der Woche über die Kontrolle der Wildschweinpopulation - da brachte Virgil Peck, US-Republikaner aus Kansas, seinen geschmacklosen Vergleich vor: "Wenn das Erschießen der Wildschweine funktioniert, haben wir vielleicht eine Lösung für unser Problem mit illegaler Einwanderung gefunden".

Die hispano-amerikanische Bürgerrechtsorganisation LULAC nannte Pecks Kommentar abscheulich und forderte ihn zum Rücktritt auf. Solche Äußerungen "haben keinen Platz in unserer nationalen Debatte", sagte der demokratische Abgeordnete Charles Gonzalez aus dem US-Staat Texas.

Am Dienstag entschuldigte sich Peck und nannte seine Worte bedauernswert. Einen Rücktritt lehnte er jedoch ab. Seine Wähler seien über die illegale Einwanderung besorgt und er habe als jemand aus dem Südosten von Kansas gesprochen, sagte Peck der Zeitung "Lawrence Journal-World".

amz/dapd



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