Washington/ Teheran - Die USA haben nach den schweren Erdbeben in Iran angeboten, dem Land zu helfen. "Das amerikanische Volk spricht dem iranischen Volk sein zutiefst empfundenes Beileid aus", hieß es in einer schriftlichen Erklärung von Sprecher Jay Carney. "Unsere Gedanken gelten den Angehörigen jener, die ihr Leben verloren haben, und wir wünschen den Verletzten eine rasche Genesung. Wir stehen bereit, in dieser schwierigen Zeit Hilfe zu leisten."
Nach zwei schweren Beben im Nordwesten des Landes am Samstag sind 227 Menschen tot geborgen worden. Mehr als 1380 Menschen seien verletzt, erklärte Innenminister Mohammad Najar am Sonntag. In früheren Mitteilungen hatten die Behörden die Zahl der Toten noch mit mindestens 250 beziffert.
Außenminister Guido Westerwelle (FDP) drückte den Angehörigen der Opfer in einem Telegramm an seinen iranischen Amtskollegen Ali Akbar Salehi sein Beileid aus. Deutschland stehe bereit, dem Iran in dieser schweren Stunde zu helfen. Auch Papst Benedikt XVI. rief die Weltgemeinschaft zur Hilfe und zur Solidarität für die vom Erdbeben betroffenen Menschen auf.
Rund 16.000 Menschen haben durch das Erdbeben ihre Unterkünfte verloren. Mindestens 20 Dörfer wurden zerstört.
Die Verwerfungen ereigneten sich in fast zehn Kilometern Tiefe. Die beiden Erdstöße erschütterten die Region innerhalb von elf Minuten. Am stärksten sollen die Städte Ahar und Varzeghan betroffen sein. Helfer kritisierten die ungenügende medizinische Versorgung der Region.
kha/dpa/AP
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