Regierungsbeschluss US-Bürger dürfen nicht nach Nordkorea reisen

Ab September brauchen US-Bürger eine Sondergenehmigung, um Nordkorea zu besuchen. Das kündige Außenminister Tillerson an. Wer bereits im Land sei, solle ausreisen.

US-Außenminister Tillerson
AFP

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Die Regierung in Washington hat ein Reiseverbot für US-Bürger nach Nordkorea erlassen. Es tritt ab dem 1. September in Kraft, wie das Außenministerium mitteilte. Es forderte Amerikaner, die sich in dem Land aufhalten, zur Rückkehr auf. Journalisten und Angehörige von Hilfsorganisationen, die in dem Land arbeiten, können sich den Angaben zufolge um Ausnahmegenehmigungen bemühen.

Die Spannungen zwischen Washington und Pjöngjang hatten sich in den vergangenen Wochen deutlich erhöht, vor allem nach mehreren Tests von Langstreckenraketen, mit denen Nordkorea nach Einschätzung von US-Experten auch die USA erreichen kann. Im vergangenen Monat hatte die US-Regierung das Reiseverbot bereits angekündigt und dies damit begründet, dass US-Bürgern in Nordkorea die Verhaftung drohe.

Außenminister Rex Tillerson hatte erst am Dienstag erklärt, die USA wollten das nordkoreanische Regime nicht stürzen. "Wir sind nicht Ihr Feind", sagte er. "Aber Sie stellen eine nicht hinnehmbare Gefahr dar, und wir müssen reagieren."

aar/Reuters/AP



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