Atomkonflikt CIA gründet Nordkorea-Spezialeinheit

Feind hört mit - jetzt noch genauer: Der US-Auslandsgeheimdienst CIA hat eine Spezialeinheit gebildet. Sie ist ausschließlich für das nordkoreanische Atomprogramm zuständig.

Kim Jong Un
AP

Kim Jong Un


Washington versus Pjöngjang, nächste Runde: Um das Atomprogramm der nordkoreanischen Diktatur besser und effektiver überwachen zu können, hat die CIA eine Spezialeinheit gebildet. Das "Korea Mission Center" ist die erste Einheit innerhalb des US-Auslandsgeheimdienstes, die sich nur mit einem Land befasst.

"Die Schaffung des 'Korea Mission Center' ermöglicht es uns, die Kapazitäten der CIA gezielter zu verknüpfen und gegen die ernsthaften Bedrohungen vorzugehen, denen die Vereinigten Staaten und ihre Verbündeten durch Nordkorea ausgesetzt sind", sagte CIA-Chef Mike Pompeo.

Nordkorea ist nach eigenen Angaben jederzeit zu einem neuen Atomtest bereit. Seit 2006 will es insgesamt fünf Nuklearwaffentests vorgenommen haben, davon zwei im vergangenen Jahr. Das stalinistisch regierte Land verfügt über eine Riesenarmee, nimmt auch immer wieder Raketentests vor und verstößt damit gegen Uno-Resolutionen.

Durch die Bündelung der Ressourcen mehrerer Abteilungen im "Korea Mission Center" sollen Informationen über Pjöngjangs Atomwaffen- und Langstreckentechnologie zusammengetragen werden.

Der Konflikt um das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm hatte sich zuletzt zugespitzt. US-Präsident Donald Trump erhöhte seit seinem Amtsantritt im Januar den Druck auf Pjöngjang und schloss auch ein militärisches Vorgehen nicht aus.

dop/dpa/AFP



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