Überprüfungen abgeschlossen Kushner hat wieder Zugang zu Top-secret-Informationen

Der Schwiegersohn und Berater des US-Präsidenten kann laut seinem Anwalt wieder streng geheime Papiere einsehen. Jared Kushners Sicherheitscheck dauerte allerdings deutlich länger als angekündigt.

Trump-Schwiegersohn Jared Kushner
DPA

Trump-Schwiegersohn Jared Kushner


Er ist mit diversen heiklen Aufgaben der US-Regierung betraut - etwa dem Friedensprozess im Nahen Osten. Nun hat Jared Kushner, Schwiegersohn und Berater des US-Präsidenten, auch wieder Zugang zu streng geheimen Unterlagen: Seine Sicherheitsüberprüfung ist laut seinem Anwalt abgeschlossen.

Kushner hatte zunächst nur eine vorübergehende Erlaubnis bekommen, Geheimdokumente einzusehen. Diese setzte Stabschef John Kelly im Februar überraschend aus. Als Folge konnte Kushner nur noch als "geheim" eingestufte Papiere einsehen, nicht mehr Papiere mit dem Stempel "streng geheim". Neben ihm waren weitere Mitarbeiter des Weißen Hauses von der Beschränkung betroffen.

Kushners Anwalt Abbe Lowell teilte nun mit, die Überprüfung seines Mandanten habe nun "den normalen Prozess durchlaufen": "Nachdem das nun abgeschlossen ist, freut sich Herr Kushner darauf, die Aufgaben wieder anzugehen, mit denen er vom Präsidenten betraut wird." Eigentlich sollte die Prüfung lediglich vier Wochen dauern. Die ungewöhnlich lange Bearbeitungszeit sorgte für Spekulationen, dass es Gründe gegen eine neue Freischaltung geben könnte.

Das Weiße Haus hatte sich mit dem Problem der Sicherheitsabfertigung auseinandergesetzt, als bekannt wurde, dass Trumps Mitarbeiter Rob Porter seinen Posten räumen musste, weil er von seinen Ex-Frauen der häuslichen Gewalt beschuldigt wurde. Auch Porter hatte keinen dauerhaften Zugang zu Geheiminformationen, da das FBI das Weiße Haus bereits vor dem öffentlichen Skandal über Unregelmäßigkeiten in seinem Lebenslauf informiert hatte.

Stabschef Kelly teilte damals mit, dass er Mitarbeitern, die keine dauerhafte Sicherheitsfreigabe hätten, den Zugang zu sensiblen Informationen entziehen werde.

vks/Reuters/AP

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