US-Senator McCain "Putin ist unser Feind"

Vor dem ersten Gipfeltreffen zwischen Donald Trump und Wladimir Putin in Helsinki fordert Senator John McCain ein härteres Vorgehen gegen Russland. Trump zeigt sich dagegen weiter kompromissbereit.

US-Senator John McCain
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US-Senator John McCain


US-Senator John McCain hat US-Präsident Donald Trump zu einer härteren Linie gegenüber Russlands Präsident Wladimir Putin aufgefordert. Trump müsse gegenüber Putin stark auftreten und seinen Willen deutlich machen, die USA und ihre Verbündeten gegen diejenigen zu verteidigen, die Drohungen ausstoßen, schrieb McCain auf Twitter. Und: "Putin ist unser Feind". Am Donnerstag wollen sich der US-amerikanische und russische Präsident zu Gesprächen in Helsinki treffen.

Präsident Trump hatte zuvor mit mehreren irritierenden Auftritten beim Nato-Gipfel in Brüssel einen Großteil der engen US-Verbündeten verstört, darunter Deutschland. Auf Twitter kritisierte er die Bundesregierung für seine zu niedrigen Verteidigungsausgaben. Für den russischen Präsidenten fand Trump in den vergangenen Tagen erneut positive Worte, auch wenn er erklärte, nicht der Freund des russischen Präsidenten zu sein.

Bei dem ersten geplanten Gipfeltreffenzwischen Trump und Putin soll es vor allem um Syrien und den Krieg in der Ukraine gehen. Ein Thema wird allerdings nicht angesprochen werden: die Halbinsel Krim. Das hatte der Sprecher des russischen Präsidialamtes, Dmitri Peskow, bereits zuvor angekündigt.

Putin verlängert Sanktionen gegen Westen

Zeitgleich hat Putin die Sanktionen gegen wirtschaftliche Strafmaßnahmen des Westens bis Ende 2019 verlängert. Dem am Donnerstag veröffentlichten Erlass nach bleibt unter anderem die Einfuhr von Fleisch- und Milchprodukten, Obst und Gemüse aus der EU, den USA oder Kanada verboten. Anfang Juli hatte die EU die Wirtschaftssanktionen gegen Russland wegen fehlender Fortschritte im Friedensprozess für die Ukraine abermals verlängert.

Im Frühjahr 2014 hatten die EU und die USA erstmals Sanktionen gegen Russland verhängt, als die russische Regierung die ukrainische Halbinsel Krim annektiert hatte. Diese Maßnahmen verschärften sich noch einmal nach den militärischen Eingriffen russischer Truppen in der Ostukraine.

eaz/dpa

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