Demokratische Senatorin Kamala Harris will US-Präsidentin werden

Die nächste Bewerberin um die Kandidatur bei den Demokraten hat sich angekündigt: Kamala Harris, Senatorin aus Kalifornien und ehemalige Generalstaatsanwältin, will ins Weiße Haus einziehen.

Kamala Harris
EPA-EFE

Kamala Harris


Es wird erwartet, dass das Bewerberfeld um die Kandidatur für die US-Präsidentschaftswahl bei den Demokraten groß sein wird. Jetzt hat auch Kamala Harris offiziell angekündigt, antreten zu wollen.

"Ich kandidiere für die Präsidentschaft", sagte Harris. "Und ich freue mich sehr darauf." In einem Video sagte sie zur Begründung, die amerikanischen Werte Wahrheit, Gerechtigkeit, Anstand, Gleichheit, Freiheit und Demokratie stünden auf dem Spiel. Sie kündigte an, "unsere Stimmen zusammenbringen" zu wollen. Sollte sie sich im parteiinternen Wahlkampf durchsetzen, hätte Harris die Chance, als erste Frau US-Präsidentin zu werden.

Von 2004 bis 2011 war Harris Bezirksstaatsanwältin in San Francisco, von 2011 bis 2017 übernahm sie den Posten der Justizministerin in dem bevölkerungsreichsten Bundesstaat. Sie war die erste Frau und die erste Schwarze in diesem Amt. Seit 2017 sitzt sie für Kalifornien im Senat.

Vorwahlen beginnen im Februar 2020

Harris ist als Kritikerin von Trumps harter Einwanderungspolitik bekannt. Sie setzte sich unter anderem vehement für die "Dreamer" ein, junge Migranten, die als Kinder illegal in die USA gekommen sind. Sie werden von dem Programm Daca geschützt.

Dieses gibt Hunderttausenden Menschen in den USA Schutz. Trump aber wollte ihnen das Bleiberecht entziehen. Er kündigte an, das Programm beenden zu wollen. Das verhinderten allerdings die Entscheidungen mehrerer Bundesgerichte. Nun soll sich der Supreme Court mit dem Fall beschäftigen. Wann das passiert, ist aber noch unklar.

Um für die Demokraten als Präsidentschaftskandidatin antreten zu können, müsste Harris zunächst die parteiinternen Vorwahlen gewinnen. Mit diesen ermitteln die Demokraten ihren Kandidaten oder ihre Kandidatin für die eigentliche Wahl im November 2020. Die Vorwahlen beginnen im Februar 2020 im Bundesstaat Iowa.

In diesem Monat hatten sich bereits Kristen Gillibrand, Julián Castro und Tulsi Gabbard in Stellung gebracht. Ende Dezember hatte die linke Senatorin Elizabeth Warren einen Grundstein für eine mögliche Kandidatur gelegt - in einem Video direkt aus ihrer Küche. Auch bei den Senatoren Cory Booker, Sherrod Brown und Amy Klobuchar wird eine Kandidatur erwartet.

aev/AP/AFP/dpa

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meister_proper 21.01.2019
1. Warum wird eigentlich Richard Ojeda nirgends erwähnt?
Interessanter Typ, der vor kurzem als West Virginia State Senator abgedankt hat, um sich voll auf seine Präsidentschaftskandidatur zu konzentrieren. Wie so viele hat er natürlich keine Chance auf das Amt, aber ich würde mal davon ausgehen, dass er eine schlagkräftige Unterstützertruppe zusammenbekommt und am Ende Bernie Sanders oder Elizabeth Warren unterstützt.
haresu 21.01.2019
2. Die erste mit einer Chance
Trotzdem sollte es doch eher ein Kandidat wie Biden werden, der nicht polarisiert und schwer angreifbar ist. Trump muss unbedingt weg und die "jungen Wilden hätten vier Jahre Zeit sich zu profilieren. Und dann darf es natürlich gerne auch endlich eine Frau sein.
th.diebels 21.01.2019
3. Wieviele Kandidaten
bzw. wie viele Politiker haben eigentlich schon ihre Kandidatur in den Ring geworfen bzw. "liebäugeln" mit dem Präsidentenamt ?
jens_hh 21.01.2019
4. Wer ist bloß Kamala Harris?
Hat denn überhaupt jemand je was von ihr gehört? Wer ist diese Frau? Ich bin dafür, dass Bob Dole wiederbelebt wird! Außerdem möcht ich gern auch US-Präsident werden. „Buttje Buttje, inne See...“
s.l.bln 21.01.2019
5. Jede Menge
Zitat von th.diebelsbzw. wie viele Politiker haben eigentlich schon ihre Kandidatur in den Ring geworfen bzw. "liebäugeln" mit dem Präsidentenamt ?
Ist ja auch naheliegend. Jetzt wo man registriert hat, daß man selbst als bildungsferner Dauerpleitier, Hochstapler und Reality TV Star Präsident werden kann, kommen natürlich eine menge Leute auf die Idee, sich das auch zuzutrauen. Recht haben sie. Die Demokraten tun sich allerdings einen großen Gefallen, wenn sie sich sehr frühzeitig und vor allem sorgfältig Gedanken darüber machen, welches die tatsächlich aussichtsreichen unter den Bewerbern sind.
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