Spionageaffäre USA klagen mutmaßlichen Doppelagenten an

Er arbeitete als Agent für den US-Auslandsgeheimdienst CIA - soll aber auch für China spioniert haben: Die Staatsanwaltschaft im US-Bundesstaat Virginia hat den 53-jährigen Mann aus Hongkong nun angeklagt.

Lobby der CIA-Zentrale im US-Bundesstaat Virginia (Archiv)
REUTERS

Lobby der CIA-Zentrale im US-Bundesstaat Virginia (Archiv)


Ein Mitarbeiter der CIA soll geheime Informationen an chinesische Agenten weitergegeben haben. Deshalb droht ihm nun ein Gerichtsprozess. Der 53-jährige Mann mit Wohnsitz in Hongkong sei der Verschwörung beschuldigt worden, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Unter anderem soll er in zwei Fällen Dokumente zur US-Landesverteidigung illegal aufbewahrt haben.

Zu den sensiblen Daten, die der Spion gehortet haben soll, zählen Namen und Nummern verdeckt arbeitender CIA-Mitarbeiter sowie Angaben über Standorte von Spionageeinrichtungen. Unbestätigten Medienberichten zufolge soll er damit befasst gewesen sein, ein US-Vermögen in China offenzulegen.

"Die Vorwürfe sind beunruhigend", sagte Staatsanwältin Tracy Doherty-McCormick im US-Bundesstaat Virginia. "Verschwörung mit ausländischen Agenten bedroht unsere nationale Sicherheit." Jahrelang hatten die Ermittler den Beschuldigten im Visier, die Vorwürfe reichen bis ins Jahr 2007 zurück. Er war im Januar am New Yorker Kennedy-Flughafen festgenommen worden.

Der Anwalt des Verdächtigen, Edward MacMahon, wies die Vorwürfe zurück. Sein Mandant sei "kein chinesischer Spion". "Er ist ein loyaler Amerikaner, der sein Land liebt" und habe im Militär und der CIA gedient.

apr/AP

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