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Militärhilfe: USA liefern Apache-Kampfhubschrauber nach Ägypten

Apache-Hubschrauber bei Übung in Israel: Hilfe im Kampf gegen Extremisten Zur Großansicht
DPA

Apache-Hubschrauber bei Übung in Israel: Hilfe im Kampf gegen Extremisten

Die US-Regierung hebt den teilweisen Stopp ihrer Militärhilfe für Ägypten auf: Washington liefert zehn Apache-Hubschrauber an die Armee in Kairo. Damit sollen Dschihadisten auf dem Sinai bekämpft werden.

Washington/Kairo - Ägyptens Armee kann sich über neue moderne Kampfhubschrauber freuen. Das Pentagon hat die Lieferung von zehn Apache-Helikoptern an das Militär in Kairo angekündigt. US-Verteidigungsminister Chuck Hagel habe seinen Amtskollegen Sidki Subhi über die Entscheidung in Kenntnis gesetzt, hieß es aus Washington.

"Wir glauben, dass diese neuen Hubschrauber der ägyptischen Regierung im Kampf gegen Extremisten helfen werden, die die Sicherheit der USA, Ägyptens und Israels bedrohen", sagt Pentagon-Sprecher John Kirby. Die Helikopter sollten bei Anti-Terror-Einsätzen auf der Sinai-Halbinsel zum Einsatz kommen. Dort sind bei Angriffen von Dschihadisten auf ägyptische Sicherheitskräfte in den vergangenen Monaten mehr als hundert Menschen getötet worden.

Zuvor hatte Außenminister John Kerry dem Kongress mitgeteilt, dass Kairo die Kriterien für US-Militärhilfen erfülle. Dazu gehöre, dass die Führung am Nil "ihren Verpflichtungen aus dem ägyptisch-israelischen Friedensvertrag nachkommt", teilte das Außenamt mit.

Keine Lieferung von F-16-Kampfjets nach Ägypten

Die Vereinigten Staaten hatten den Großteil ihrer Militärhilfe für Ägypten im vergangenen Jahr eingefroren, nachdem die Armee unter Führung von Abd al-Fattah al-Sisi den frei gewählten islamistischen Präsidenten Mohammed Mursi gestürzt hatte. Nach Einschätzung von Außenminister Kerry könne die US-Regierung derzeit noch nicht feststellen, dass die neue Regierung in Kairo einen Übergang zur Demokratie unterstütze.

Deshalb soll außer den Apache-Hubschraubern zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine weitere Militärhilfe geleistet werden, teilte ein US-Beamter mit. Damit steht die Lieferung von F-16-Kampfjets an das ägyptische Militär weiterhin nicht auf der Tagesordnung.

Kerry rief das Regime in Ägypten auf, für "freie, faire und transparente Wahlen" zu sorgen. Am 26. und 27. Mai will sich der ehemalige Armeechef Sisi vom Volk zum neuen Präsidenten wählen lassen.

syd/Reuters/dpa

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insgesamt 3 Beiträge
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1. USA zufrieden mit Sissi.
darkaluschi 23.04.2014
Ja, die USA ist mit dem Militärputsch zufrieden, Sissi erscheint viel eher geneigt dazu Frieden mit Israel zu ermöglichen, was sicherlich ausschlaggebend für die USA ist. Nein, nein das töten von unschuldigen Demonstranten ist legitim, solange es nicht die falschen trifft (siehe Ukraine). Auch Diktatoren sind akzeptabel, solange sie nur den USA gut gesinnt sind.
2. Gegen Terroristen
totenkopf75 23.04.2014
Endlich bekommt Aegypten die Hubschrauber. Jetzt kann endlich mit dem Terroristenpack aufgeraeumt werden.
3. Mord!
cfk.nurnberg 24.04.2014
...und ein Jahr später werden diese neuen Apache Helikopter im Kampf gegen die eigene Bevölkerung eingesetzt? Wie kann man mit dieser "Regierung" in Ägypten überhaupt noch handeln und ihnen helfen, wenn diese 529 Menschen an einem Tag aufhängen? Nunja, Mörder verstehen sich halt anscheinend gut....was soll man dazu noch sagen.
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Fläche: 1.009.450 km²

Bevölkerung: 85,783 Mio.

Hauptstadt: Kairo

Staatsoberhaupt:
Abdel Fattah el-Sisi

Regierungschef: Sherif Ismail

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