Los Angeles - In Kalifornien sorgen Todesdrohungen gegen einen demokratischen Abgeordneten für Aufregung: Nach Polizeiangaben wurde ein 32-jähriger Mann in Palm Springs gefasst. Er habe zuvor in zwei Telefonanrufen den demokratischen Parlamentarier des Bundesstaates Washington, Jim McDermott, in vulgärer Sprache bedroht.
Die Bundesstaatsanwaltschaft in Kalifornien teilte mit, dass der in Palm Springs gefasste Verdächtige bei seinem ersten Anruf angedroht habe, McDermott, seine Familie und seine Freunde zu töten. Beim zweiten Anruf habe er gesagt, er werde jemanden engagieren, um McDermott "in den Mülleimer" zu werfen. Die Staatsanwältin Jenny Durkan erklärte, sie sei "froh, in einem Land zu leben, das die Freiheit garantiert und schützt, mit unserer Führung nicht übereinzustimmen und zu sagen, was man denkt". Zugleich stellte sie klar: "Dieses Recht gilt hingegen nicht für Todesdrohungen und Gewalttaten." Diese hätten "das Ziel, Diskussionen zu beenden, nicht sie zu befördern."
Am Samstag war die demokratische Abgeordnete Gabrielle Giffords bei einem Attentat in Tucson durch einen Kopfschuss schwer verletzt worden. Der mutmaßliche Täter Jared Loughner erschoss sechs Menschen und verletzte außer Giffords 13 weitere Menschen. Bei einer Trauerfeier in Tucson rief US-Präsident Barack Obama seine Landsleute am Mittwoch zur Einheit des Landes und zu einem "zivileren Umgang" miteinander auf. Es sei wichtig, dass "wir auf eine Weise miteinander sprechen, die heilt, nicht verletzt", sagte er.
anr/AFP
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