USA: Pentagon erwägt Militärschlag bei Cyber-Attacke

Heftige Drohung aus Washington: Die USA wollen sich für den Fall einer virtuellen Attacke auf ihre Computernetzwerke eine militärische Reaktion vorbehalten. Die Gefahr durch Cyber-Angriffe nehme ständig zu, sagte ein hochrangiger Pentagon-Beamter.

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Pentagon in Washington D.C.: 90.000 Mitarbeiter sind über Computernetzwerke verbunden

Washington - Ist ein Hacker-Angriff ein kriegerischer Akt? Die USA wollen sich im Falle eines verheerenden Cyber-Angriffs auf ihre Computernetzwerke eine militärische Reaktion vorbehalten. In einem solchen Fall würden die USA "Erwiderungen in Betracht ziehen, die nicht auf den Cyber-Bereich begrenzt sind", sagte der hochrangige Pentagon-Beamte James Miller in Washington.

Es gebe in dem Bereich aber noch viele "juristische Grauzonen", sagte er. So müsse erst noch definiert werden, wann ein Cyber-Angriff als kriegerischer Akt gewertet werden könne. Die Gefahr durch Cyber-Attacken nehme ständig zu, sagte Miller. "Unsere Netzwerke müssen sich Tausende Mal am Tag solcher Versuche erwehren."

Allein im US-Verteidigungsministerium seien 90.000 Mitarbeiter über Computernetzwerke verbunden. "In den vergangenen zehn Jahren nahm die Häufigkeit wie auch die Qualität der Eindringversuche in unsere Netzwerke zu", sagte Miller weiter.

lgr/AFP

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Forum - Diskussion über diesen Artikel
insgesamt 51 Beiträge
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1. beunruhigend
mitwisser 12.05.2010
Zitat von sysopHeftige Drohung aus Washington: Die USA wollen sich für den Fall einer virtuellen Attacke auf ihre Computernetzwerke eine militärische Reaktion vorbehalten. Auch das BKA warnt vor zunehmender Kriminalität im Internet. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,694639,00.html
Na, da baut ja hoffentlich niemand vor. Wer weiß, ob man nach dem Militärschlag noch nachvollziehen kann, woher die Attacke kam und von wem? Und ob man das überhaupt noch wissen will - in der Tat beunruhigend.
2. Neu-Rosenkavalier
archelys 12.05.2010
Hugo von Hoffmansthal könnte, wäre er am Leben, vermutlich nicht widerstehen und würde Herrn Obama ein Libretto mit dem Titel "Neu-Rosenkavalier" auf den Leib schreiben. Seine Anmerkung zum ursprünglichen Werk könnte er wiederverwenden: "Einer braucht den andern, nicht nur auf dieser Welt, sondern sozusagen auch im metaphysischen Sinn. (...) Sie gehören alle zueinander, und was das Beste ist, liegt zwischen ihnen:..."
3. Internet böse, Zeiung gut
archie 12.05.2010
O je, das pöse Internet. Wir kaufen besser jeden Montag den gedruckten Spiegel und lassen die Finger vom Internet. Das sichert auch die Arbeitsplätze der Journalisten.
4. Schwachsinn
kaiserjohannes 12.05.2010
Wenn wollen die Yankees bombardieren wenn der Angriff aus einer verbündeten Stadt heraus gestartet wird? Die Windbeutel im Pentagon tun sich durch diese Warnung fast so lächerlich machen wie bei ihren Kondom Bombardemants in Cambodia (siehe Air America).
5. -
klaus1201 12.05.2010
Zitat von sysopHeftige Drohung aus Washington: Die USA wollen sich für den Fall einer virtuellen Attacke auf ihre Computernetzwerke eine militärische Reaktion vorbehalten. Auch das BKA warnt vor zunehmender Kriminalität im Internet. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,694639,00.html
Kriegen in 10 Jahren einen bin laden nicht, und da wollen die einen Server finden??? Oder wollen sie *"präventiv"* mal so über allen Zentren eine A-Bombe zünden um per ElktroMagnetic Puls alle privaten Server lahmzulegen. Vielleicht gar keine so schlechte Idee, denn damit wären wir die ganzen "Investmenthändler" los. ;-)))
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