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Ukraine-Konflikt: Obama lehnt militärisches Eingreifen der USA strikt ab

Präsident Obama in Washington D.C.: "Keine militärischen Aktionen" Zur Großansicht
DPA

Präsident Obama in Washington D.C.: "Keine militärischen Aktionen"

Die Botschaft ist klar: US-Präsident Obama hat sich gegen eine Beteiligung amerikanischer Soldaten im Ukraine-Konflikt ausgesprochen. Bei einem Telefonat mit Kanzlerin Merkel sprach er aber über andere mögliche Schritte gegen Moskau.

Washington - Präsident Barack Obama hat einen Einsatz des US-Militär in der Ukraine-Krise abgelehnt. "Wir werden keine militärischen Aktionen unternehmen, um das Ukraine-Problem zu lösen", sagte Obama in Washington. Das osteuropäische Land sei kein Mitglied der Nato, hieß es in seiner Begründung.

Andere Schritte gegen Moskau sind aber offenbar nicht vom Tisch: Nach einem Telefonat von Obama mit Bundeskanzlerin Merkel deuteten beide Politiker mögliche Folgen für Russland an. "Dieses anhaltende Eindringen in die Ukraine bringt weitere Kosten und Konsequenzen für Russland", sagte Obama. Er betonte, Russland habe absichtlich die ukrainische Souveränität verletzt.

Merkel einigte sich beim Gespräch mit dem US-amerikanischen Präsidenten darauf, dass das russische Vorgehen "nicht folgenlos bleiben" dürfe, wie ihr Sprecher Steffen Seibert mitteilte. Der "Zustrom weiterer russischer Soldaten und russischen militärischen Geräts" in den südöstlichen Teil der Ukraine höhle die "territoriale Integrität und Souveränität der Ukraine weiter aus", so Merkel weiter. Konkrete Maßnahmen gaben weder Merkel noch Obama bekannt.

daf/Reuters/AFP

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1. Und die Moral von der Geschichte ist ... ?
michael.mittermueller 29.08.2014
Ist es nicht beunruhigend, wenn nahezu alle Nachrichten, die wir aus Fernsehen und den Print Medien, usw. erfahren, darauf hindeuten, dass die USA die Fähigkeit verloren haben, die von ihnen los getretenen Konflikte selbst wieder unter Kontrolle zu bekommen ? Ich sehe eine Folge von Meldungen, in immer höherem Stakkato über den Bildschirm flimmern und die mit unscharfen Bildern belegen, worüber Reporter vor Ort nicht mehr berichten. Gerade heute gab es einen Fernsehbericht, der zeigt, dass ISIS und Al Kaida angeblich fast 50% seiner Einnahmen über die Entführung und Auslösung von Medienvertretern erzielen soll. Recherchiert von der NY Times. Und zwar u.a. durch die Entführung ovn unabhängigen Kriegsreportern vor Ort. Welche Rolle, so fragt man sich, spielt die Presse hier ? Warum, so frage ich mich hinterfragen die Kommentatoren nicht die Motive der Nachrichtendienste, über die sie aktuell ihr Material beziehen ? Der Krieg gegen den Irak eben so wie der in Afghanistan zeigt , dass eine objektive Berichterstattung vieles hätte bereits im Vorfeld der Eskalation verhindert hätte. Und wir sind heute entsetzt über das Ausmaß der Desinformation während des Kalten Kriegs. Auch in den westlichen Medien, inclusive Zensur und Selbstzensur. Ja, es gibt eine schleichende russische Intervention in der Ukraine, würde ich sagen. Einen "schmutzigen Stellvertreterkrieg". Und es gibt eine schleichende Intervention der USA, in Europ auf der anderen Seite. Und es gibt Eingriffe in die Medienberichterstattung. Von beiden Seiten ! Der Journalismus in Deutschland ist auf Bilder von vorfahrenden Limosinen reduziert hat einmal jemand gesagt und die nahezu ungefiltert Wiedergabe von Agenturmeldungen. Das ist kein Journalismus. Ich denke der Konflikt hat gerade erst angefangen. Und er findet eigentlich in den Redaktionsstuben statt, die keine eigenen Nachrichten mehr produzieren wollen oder können. Nachrichten, die aus nur einer Quelle stammen sind keine Nachrichten. Selbst dann nicht, wenn sie von allen Medien eines Landes gleichzeitig verbreitet werden. Ein wenig mehr Pluralismus, sprich Vielfalt, auch in der Berichterstattung wäre doch wirklich nicht schlecht. Oder ?
2. Wan wachen die politischen Träumer endlich auf?
alterLeser 29.08.2014
Obamas jüngste Erklärung zur Ukraine ist doch nichts anderes als eine Einladung an Putin und seine Oligarchen, das Spiel in der Ukraine weiter zu treiben. Die passive Haltung der USA wird sich erst nach den nächsten Präsidentenwahl ändern, wenn dort ein Republikaner oder Ms. Clinton von den Demokraten gewählt ist. Das dauert noch bis ins Jahr 2016. Inzwischen darf Frau Merkel am Telefon Herrn Putin gut zureden und Obama in der Öffentlichkeit gesalbte Reden halten ("Yes we can"). Es fragt sich nur, wo die Invasion der Russen aufhören wird: am Dnepr mit Kiew oder an der polnischen Grenze oder etwa noch weiter im Westen an der Donau? Putin kann seinen Traum von der Restauration der UdSSR weiter verfolgen.
3. Augemaß
calico1880 29.08.2014
Ja, der viel geschmähte US Präsident zeigt Augenmaß: Die klare Absage an eine militärische Eskalation ist sinnvoll. Gleichwohl ist es jetzt unabdingbar, durch über homöopathische Dosen hinaus gehende deutliche wirtschaftliche Sanktionen bis hin zu einem Embargo dem KGB Spion seine Gelüste an zaristischem oder stalinistischem Expansionsgehabe zu verleiden, denn das bisher moderate Auftreten des Westens wurde wohl als Einladung zu weiteren Agressionen eines postsowjetischen Imperialismus missverstanden: Putin hat die Chancen einer nachhaltigen Ost-West Kooperation inkl. gleichberechtigter militärischer und wirtschaftliche Partnerschaften für's Erste leichtfertig vertan. Jetzt sollte er halt bezahlen für einen Wirtschafts"krieg", den er sich schlicht nicht leisten kann. Genau das wäre ein Beitrag zur politischen und wirtschaftlichen Stabilität in Europa. Calico1880
4. Im Klartext:
biesi61 29.08.2014
Frau Merkel will die Situation weiter eskalieren und deutschen Interessen noch schwerer schaden. Hoffentlich kommt es jetzt endlich zu einem Stimmungswandel in Deutschland!
5. Die Geister, die sie riefen....
woltron 29.08.2014
..... sind jetzt da. Wenn man Bären reizt, muss man mit Tatzen rechnen. Das wussten die Beamten in Brüssel und Berlin in ihren warmen Kanzleien offensichtlich nicht. Und was jetzt?
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