US-Vorwahlen Rand Paul beendet seine Wahlkampagne

Bei den ersten US-Vorwahlen in Iowa landete der Republikaner nur bei mageren 4,5 Prozentpunkten - nun hat Rand Paul bereits aufgegeben. Er erklärte seine Wahlkampagne für beendet.

Präsidentschaftsanwärter Paul: "Bereit und willens, für die Freiheit zu kämpfen"
AFP

Präsidentschaftsanwärter Paul: "Bereit und willens, für die Freiheit zu kämpfen"


Rand Paul wird sich aus dem Rennen der Republikaner um die Kandidatur für die US-Präsidentschaft verabschieden. In einem Statement bestätigte Paul entsprechende Berichte von CNN. "Es war eine unglaubliche Ehre, Teil einer Kampagne um das Weiße Haus zu sein", sagte Paul. "Ich ende, wo ich anfing: Bereit und willens, für die Freiheit zu kämpfen."

Im US-Präsidentschaftswahlkampf hatte Ted Cruz bei den Republikanern die erste Vorwahl für sich entschieden. Auf den Senator aus Texas entfielen die meisten Wählerstimmen. Donald Trump landete auf Platz zwei, dahinter Marco Rubio. Nachdem 99 Prozent der Stimmen ausgezählt waren, lag Cruz bei 27,6 Prozent, Trump bei 24,3 und Rubio bei 23,1 Prozent.

Abgeschlagen wurden nicht nur Paul, sondern auch Ben Carson und Jeb Bush. Insgesamt waren zwölf republikanische Kandidaten angetreten. Vor Paul war bereits Mike Huckabee aus dem Rennen ausgestiegen.

Rand Paul, Senator aus Kentucky, gilt als Querdenker und Außenseiter, der mit strikt libertären Ansichten auch viele Tea-Party-Anhänger hinter sich hat. Das politische Credo des 52-Jährigen: Kleiner Staat, wenig Steuern, gegen militärische Interventionen. Bemerkenswert ist seine Opposition gegen die massive Überwachung durch den Geheimdienst NSA. Schon sein Vater bewarb sich dreimal um den Einzug ins Weiße Haus.

Alle Ergebnisse finden Sie in der Grafik:

Ergebnisse der US-Vorwahlen

vek/dpa/Reuters



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insgesamt 11 Beiträge
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Seite 1
Peter Eckes 03.02.2016
1. .
Das ist wahrscheinlich das undemokratischste am ganzen US-Wahlsystem. Kaum haben die Vorwahlen begonnen "sterben" die Kandidaten wie die Fliegen. Somit hatten alle US-Bürger außerhalb Iowas nie die Chance für O'Mally, Huckabee oder Paul abzustimmen. Je weiter hinten im Wahlkalender man wohnt desto kleiner wird die Vorauswahl aus der man noch seinen Kandidaten wählen darf. Das einzig gute ist das man nicht mehr Gefahr läuft seine Stimme einem Außenseiter zu geben, andererseits kann die Messe auch schon komplett gelesen sein bis man dran ist. Schwer verständlich warum nicht alle Vorwahlen an einem Tag stattfinden.
held_der_arbeit88 03.02.2016
2. Oder das unsägliche
...System, das bis zu 49% der Wählerstimmen (bei sowieso schon winziger Wahlbeteiligung) einfach ignoriert. Representation gibt es für den Sieger, wer jmd anderes gewählt hat hätte auch zu Hause bleiben können. Die Folge ist ein erstarrtes Zweiparteiensystem sowie "Red" und "Blue" States in denen der jeweilige Parteisieg aufgrund der Wählerstruktur praktisch fest steht (und sich die jeweils unterlegenen eigentlich garnicht zur Urne bemühen müssen, da ihre Stimmen eh verfallen. Chapeu das sie es trotzdem immer wieder tun) Für eine Nation die gerne als Schulmeister der Welt in Sachen "Democracy" auftritt leisten sich die USA ein beachtlich schlechtes Wahlsystem
rainbow-warrior999 03.02.2016
3. Fast schade
bin kein Rep-Fan, aber By Gosh, RandPaul erschien mir noch als der mit Abstand "normalste" unter den irrlichternden religiösen Fanatikern und Revolverhelden der GOP. Vor allem weil er gegen militärische Interventionen ist. Mir wäre lieber gewesen, der Entenjäger Carson oder "Exorzist" Jindal hätte hingeschmissen...Aber Paul sind vermutlich die Dollars ausgegangen...nobody knows it...?!
gandhiforever 03.02.2016
4. Diese System
Dieses System wurde in seinem Bundesstaat so abgeaendert, dass Rand Paul gleichzeitig als Moechtergern-Praesident und als Senator kandidieren konnte. Nun, wo seine Chancen fuer das Praesidentenamt nicht realistisch erscheinen, soll sich der Kandidat auf seinen Senatorensitz konzentrieren, damit der am Schluss nicht auch noch verloren geht.
pfeiffffer 04.02.2016
5. @ held_der_arbeit88
Zitat von held_der_arbeit88...System, das bis zu 49% der Wählerstimmen (bei sowieso schon winziger Wahlbeteiligung) einfach ignoriert. Representation gibt es für den Sieger, wer jmd anderes gewählt hat hätte auch zu Hause bleiben können. Die Folge ist ein erstarrtes Zweiparteiensystem sowie "Red" und "Blue" States in denen der jeweilige Parteisieg aufgrund der Wählerstruktur praktisch fest steht (und sich die jeweils unterlegenen eigentlich garnicht zur Urne bemühen müssen, da ihre Stimmen eh verfallen. Chapeu das sie es trotzdem immer wieder tun) Für eine Nation die gerne als Schulmeister der Welt in Sachen "Democracy" auftritt leisten sich die USA ein beachtlich schlechtes Wahlsystem
Sie vergessen die Swing-States, ja auch die gibt es, und die Kuriosität der Wahlmännerversammlung, die abstimmen können, so wie sie gerne möchten, nicht, wie sie sollten. Das Wahlsystem ist eigendlich nicht schlecht, es wurde halt für die Zeit um 1800 und ein riesiges Land entworfen, wo es noch keine Autos, Telefon und Internet gab und die Bevölkerung mehrheitlich in der Landwirtschaft tätig war. Deswegen finden z.B. die Präsidentenwahlen immer an einem Dienstag im November statt. Zitat Wikipedia: "Der Monat November wurde für die Wahl ausgesucht, um den Bauern entgegenzukommen: die Ernte war bereits eingeholt worden und das milde Klima begünstigte längere Reisen zu den Wahllokalen. Um den traditionellen Kirchenbesuch nicht zu stören, fiel der Sonntag als Wahltermin aus. Auch der Montag wurde wegen der teilweise großen Entfernungen ausgeschlossen, um eine Anreise zu ermöglichen. Am Samstag war an vielen Orten Markttag, wofür der Freitag als Vorbereitungstag genutzt wurde. Auch der Donnerstag kam nicht infrage, da an diesem Tag die damals von den US-Amerikanern ungeliebten Briten ihr Parlament wählten. Somit blieben nur der Dienstag oder der Mittwoch." Früher mußten die Wähler auch noch eine halbe Zwiebel und eine tote Ratte zur Stimmabgabe mitbringen, aber die Erklärung dafür steht auf einem anderen Blatt.. Dummerweise haben die Verfassungsväter der USA angenommen, daß der Mensch edel, hilfreich und gut sei, anstatt verdorben, egoistisch und korrupt, und das führt dieses einstmal gute System ad absurdum.
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