Raketenabwehr US-Regierung genehmigt Milliarden-Rüstungsdeal mit Polen

Die Regierung in Warschau will sich vor potenziellen russischen Aggressionen schützen. Das US-Verteidigungsministerium hat nun dem Verkauf eines Raketenabwehrsystems zugestimmt. Ein Hürde steht dem Deal aber noch bevor.

US-Präsident Donald Trump mit dem polnischen Staatschef Andrzej Duda bei ihrem Treffen im Juli
AP

US-Präsident Donald Trump mit dem polnischen Staatschef Andrzej Duda bei ihrem Treffen im Juli


Das US-Verteidigungsministerium hat grünes Licht für ein milliardenschweres Rüstungsgeschäft mit Polen gegeben. Der US-Konzern Raytheon darf sein Raketenabwehrsystem "Patriot" an das Nato-Land verkaufen, wie das Ministerium mitteilt.

Das in Aussicht stehende Geschäft hat demnach zusammen mit technischen und logistischen Dienstleistungen ein Volumen von 10,5 Milliarden Dollar. Auch der US-Kongress muss dem Vorhaben noch zustimmen. Hauptauftragnehmer wären die amerikanischen die Rüstungsfirmen Lockheed Martin und Northrop Grumman.

USA und Polen hatten sich während des Besuchs von Präsident Donald Trump in Warschau im Juli auf den Waffendeal geeinigt. Die "Patriots" sollen Teil der polnischen Verteidigung gegen mögliche Aggressionen aus Russland sein. Sie können gegen Drohnen, Raketen und Marschflugkörper eingesetzt werden.

Seit der Krim-Annexion durch Russland treibt die Regierung in Warschau die Modernisierung ihrer Streitkräfte voran. Die östlichen EU- und Nato-Mitglieder Polen, Estland, Lettland und Litauen fühlen sich seit dem Beginn der Ukrainekrise verstärkt von Moskau bedroht.

cop/dpa/Reuters



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