Einstimmiges Votum Repräsentantenhaus beschließt Antisexismus-Training

US-Abgeordnete reagieren auf die Weinstein-Affäre: Einstimmig hat das Repräsentantenhaus ein Training für alle 435 Mitglieder beschlossen, mit dem sexuelle Übergriffe und Diskriminierung verhindert werden sollen.

Paul Ryan, Vorsitzender des Repräsentantenhauses
DPA

Paul Ryan, Vorsitzender des Repräsentantenhauses


Mit speziellen Seminaren will das US-Repräsentantenhaus künftig Sexismus im Abgeordnetenhaus entgegenwirken. Ab nächstem Jahr sollen alle 435 Mitglieder sowie deren Mitarbeiter an einem Antisexismus-Training teilnehmen. Das entschieden die Abgeordneten in einer Resolution einstimmig.

"Sexuelle Belästigung ist an jeder Arbeitsstelle fehl am Platz. Der Beschluss für das Training ist ein wichtiger erster Schritt, um mit diesem Problem umzugehen", sagte der Repräsentantenhausvorsitzende Paul Ryan. Der Senat hatte bereits Anfang November für eine ähnliche Resolution gestimmt.

Der Vorschlag für den jährlichen Kurs kommt unter anderem von der Republikanerin Barbara Comstock und der Demokratin Jackie Speier. Speier hatte jüngst veröffentlicht, selbst Opfer eines sexuellen Übergriffs durch einen Mann in einer Führungsposition geworden zu sein.

Die Weinstein-Affäre hat inzwischen auch die US-amerikanische Politik erreicht. Unter anderem äußerten Frauen Vorwürfe der sexuellen Belästigung gegen den US-Senator Al Franken und den demokratischen Abgeordneten John Coyners. Der republikanische Senatsanwärter Roy Moore aus Alabama soll sich an Minderjährigen vergangen haben.

als/dpa



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