Signal an Peking: USA schicken Flugzeugträger ins Südchinesische Meer

Die USA verstärken ihre Militärpräsenz in den Gewässern vor Südchina: Der Flugzeugträger "USS George Washington" wird in die Region verlegt. Es ist eine Machtdemonstration Richtung China - das sich mit Nachbarländern wie Japan um die Senkaku-Inselgruppe streitet.

Inselstreit: Machtspiele auf hoher See Fotos
AP/ U.S. Navy

Washington - Im Territorialstreit zwischen China und weiteren asiatischen Staaten lassen die USA militärisch die Muskeln spielen. Die US-Marine entsendet den atomar betriebenen Flugzeugträger "USS George Washington" ins Südchinesische Meer. Die Verlegung des Kriegsschiffes ist ein klares Signal Washingtons gegenüber Peking.

China ist derzeit wegen der Zugehörigkeit einiger Inseln in der Region in Streitigkeiten mit Vietnam, den Philippinen und anderen Ländern verstrickt. Gleichzeitig schmieden die USA wirtschaftliche und militärische Bündnisse mit kleineren Staaten in der Region, die darin einen Schutz vor der wachsenden Macht der chinesischen Wirtschaft sowie der Marine Pekings sehen.

Die Militärpräsenz der Amerikaner in der Region ist im Zusammenhang mit diesen strategischen Manövern zuletzt deutlich verstärkt worden. "Die USA wollen ein Signal senden, dass sie sich langfristig in der Region engagieren", sagte der US-Militäranalyst Denny Roy der Nachrichtenagentur AP.

China selbst hatte am Freitag ein Manöver im Ostchinesischen Meer abgehalten. Daran beteiligten sich elf Schiffe und acht Flugzeuge, meldete die amtliche Nachrichtenagentur Xinhua. Genauere Details über die Truppenbewegungen sind nicht bekannt.

Die Übung sei aber mit der Fischereibehörde sowie der für die Meeresüberwachung zuständige Agentur koordiniert, hieß es weiter. So seien Schiffe beider Behörden in der Vergangenheit von ausländischen Schiffen bedrängt und verfolgt worden, berichtete Xinhua.

Erst am Dienstag hatten japanische Militärflugzeuge sieben chinesische Kriegsschiffe unweit der Inselgruppe gesichtet, die in China Diaoyu und in Japan Senkaku genannt wird. Laut Peking befanden sich die Schiffe auf einer routinemäßigen Übungsmission. Im September hatten in China Zehntausende für einen Krieg mit dem Nachbarland demonstriert.

jok/dapd

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insgesamt 144 Beiträge
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1. war eben mal draussen.
prontissimo 20.10.2012
Zitat von sysopDie USA verstärken ihre Militärpräsenz in den Gewässern vor Südchina: Der Flugzeugträger "USS George Washington" wird in die Region verlegt. Es ist eine Machtdemonstration Richtung China - das sich mit Nachbarländern wie Japan um die Senkaku-Inselgruppe streitet. USA schicken Flugzeugträger ins südchinesische Meer - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/usa-schicken-flugzeugtraeger-ins-suedchinesische-meer-a-862408.html)
konnte allerdings das Zähneklappern der Chinamänner nicht hören. Hoffentlich haben die Amis noch genügend Bares um auch das Bötchen wieder heim zu schippern.
2. Wie lächerlich!
albertdasschaf 20.10.2012
China kann man nur mit einer Waffe zur Raison bringen: Wirtschaft. Aber so lange wir deren Dreck kaufen und damit ihre Kriegskasse füllen, haben wir es auch nicht anders verdient.
3. Schätzchen
Peter.Lublewski 20.10.2012
Na, halten die Chinesen mit ihrem ultramodernen Schätzchen http://www.welt.de/img/news3/crop109462419/5728722808-ci3x2l-w620/China-nimmt-ersten-Flugzeugtraeger-in-Betrieb.jpg dagegen :-)
4. was treibt die Parteien an?
danke_sehr 20.10.2012
ich würde wirklich gerne wissen, was die Planspiele der Militärstrategen (oder Politstrategen) der beteiligten Staaten sind. Bis jetzt verdienen doch alle bestens an den jeweilig anderen Beteiligten. Vielleicht bin ich naiv, aber wem würde eine Eskalation nützen?
5. Show biz , nix weiter
truthful 20.10.2012
Das können die USA nie gewinnen. Angeberei ist das nur mit den Trägern, weiter nix. Die Chinesen haben klare Ziele und die heissen nicht Amerika, Die heissen China.
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