Uno USA stellen Zahlungen an Palästinenserhilfswerk komplett ein

Zuerst reduzierte Donald Trump die Hilfszahlungen an die UNRWA drastisch, nun will er überhaupt nicht mehr zahlen. Deutschland kündigte dagegen an, die Mittel für die Uno-Initiative aufstocken zu wollen.

Mädchen in UNRWA-Schule
AP

Mädchen in UNRWA-Schule


Die USA stellen ihre Zahlungen an das UN-Hilfswerk für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA) ein. Das erklärte das Außenministerium am Freitag in Washington. Vor wenigen Tagen hatte die US-Regierung auf Anweisung von Präsident Donald Trump bereits mehr als 200 Millionen Dollar (172 Millionen Euro) an Hilfen für die Palästinenser im Gazastreifen und im Westjordanland gestrichen. Zudem soll das Weiße Haus darüber nachdenken, Millionen Palästinensern den Flüchtlingsstatus abzuerkennen.

Das UNRWA wurde 1949 gegründet und unterstützt nach eigenen Angaben mehr als fünf Millionen Palästinenser in den Palästinensischen Autonomiegebieten sowie in Syrien, Jordanien und im Libanon. Ein Schwerpunkt der Arbeit sind Nahrungsmittelhilfen für die Menschen im Gazastreifen. Mehr dazu lesen Sie hier.

Nach Angaben von Menschenrechtsorganisationen sind die Lebensumstände der rund zwei Millionen Einwohner dort unerträglich. Sie leiden auch unter massiven Stromausfällen, verdrecktem Grundwasser und hoher Arbeitslosigkeit.

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat bereits angekündigt, dass Deutschland die Hilfsmittel deutlich aufstocken wird. Deutschland hat dem UNRWA laut Maas in diesem Jahr bereits 81 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Wie viel zusätzliches Geld nun genau mobilisiert wird, ließ der SPD-Politiker in seinem Brief offen. Zudem forderte Maas auch die anderen EU-Mitglieder auf, die Hilfsgelder aufzustocken.

koe/AFP/dpa



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