Haushaltsstreit USA stürzen von der Fiskalklippe - vorerst

Demokraten und Republikaner haben sich im US-Haushaltsstreit nicht endgültig geeinigt - im alten Jahr hat es keine Abstimmung mehr im Kongress gegeben. Damit stürzt Amerika von der Fiskalklippe. Allerdings zeichnet sich ein Kompromiss im Senat ab, dann ist das Repräsentantenhaus am Zug.

US-Präsident Obama: Bisher keine Einigung im Haushaltsstreit
AP

US-Präsident Obama: Bisher keine Einigung im Haushaltsstreit


Washington - Im US-Haushaltsstreit hat es vor dem Fristende um 6 Uhr deutscher Zeit keine Abstimmung im Kongress mehr geben - weder in Senat noch Repräsentantenhaus. Damit sind die USA zunächst über die sogenannte Fiskalklippe gestürzt - das bedeutet automatische Steuererhöhungen für fast alle Haushalte und pauschale Ausgabenkürzungen.

Allerdings steht der Senat kurz vor der Abstimmung über einen Kompromiss. Wenn das Repräsentantenhaus später ebenfalls einer Einigung zustimmt, dürfte der Sturz von der Fiskalklippe ohne Folgen bleiben - und die US-Wirtschaft bliebe doch noch vor der befürchteten Rezession bewahrt. An den Finanzmärkten wäre mit keinen Verwerfungen zu rechnen, da die Börsen am 1. Januar geschlossen sind.

Allerdings besteht auch noch eine gewisse Restwahrscheinlichkeit, dass im Repräsentantenhaus auf absehbare Zeit keine Einigung erzielt wird. Dort haben die Republikaner die Mehrheit, im Senat die Demokraten.

US-Medien und Nachrichtenagenturen berichteten über einige Teile des sich abzeichnenden Kompromisses im Senat. Sie berufen sich alle auf anonyme Quellen, allerdings verorten sie diese Quellen sowohl auf demokratischer als auch auf republikanischer Seite. Die Einigung sieht demnach unter anderem folgende Punkte vor:

  • Die Einkommensteuer steigt für Haushalte, in denen mehr als 450.000 Dollar pro Jahr verdient werden, und für Einzelpersonen mit einem Jahreseinkommen von mehr als 400.000 Dollar. Sie steigt dem Plan zufolge von 35 auf 39,6 Prozent. Für Personen unterhalb der Grenze steigen die Steuern nicht. Die stärkere Besteuerung von Wohlhabenden war bisher der Hauptstreitpunkt bei den Verhandlungen.
  • Die Zuschüsse für Langzeitarbeitslose laufen für ein Jahr weiter.
  • Dividenden und Kapitalerträge von Gutverdienern werden höher besteuert, nämlich mit 20 statt 15 Prozent.
  • Die Ausgabenkürzungen von 109 Milliarden Dollar, die ohne eine Einigung zur Reduzierung des Defizits zum 1. Januar automatisch eintreten sollten, sollten nun zunächst um zwei Monate verschoben werden.

aar/dpa/AFP/dapd/Reuters

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insgesamt 37 Beiträge
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Seite 1
marienhausen 31.12.2012
1. !
schrecklich!
mcaulfield 31.12.2012
2.
Sie werden es wie immer abwenden können und alles wird gut. Weitermachen.
fklees1 31.12.2012
3. Die spinnen, die Amis
Ein typisches Beispiel der Politik heutzutage. Den Republikanern geht es mehr um interne Querelen, als um die Absicherung der eigenen Nation. Ein trauriges Bild von Weltpolitik
provokateur 31.12.2012
4. hmm
Gibt es keine richtige Klippe wo man die Republikaner runter werfen kann.
sleipnir1990 31.12.2012
5. hmmm
amerika wird nicht ewig halten iwann kippen sie...undamit auch europa und somit auch du ;)xD
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