Korruptionsvorwürfe gegen Putin Kreml empört sich über US-Regierung

Die USA und Russland streiten über Korruptionsvorwürfe gegen Wladimir Putin. Äußerungen aus dem Weißen Haus nennt ein Kreml-Sprecher "unverschämt und beleidigend".

Präsident Putin: Ziel von Korruptionsvorwürfen einer BBC-Dokumentation
AP

Präsident Putin: Ziel von Korruptionsvorwürfen einer BBC-Dokumentation


Russland hat der US-Regierung vorgeworfen, sich mit einer negativen Darstellung Wladimir Putins in die nächste Präsidentenwahl einzumischen. Äußerungen von Regierungsmitgliedern, die unterstellten, dass Putin korrupt sei, bezeichnete dessen Sprecher am Freitag als "unverschämt und beleidigend".

Zuvor hatte sich ein Sprecher von US-Präsident Barack Obama hinter Vizefinanzminister Adam Szubin gestellt. Szubin hatte Putin in einer BBC-Dokumentation Korruption, Vetternwirtschaft und persönliche Bereicherung vorgeworfen. Die Darstellung Szubins spiegele die Position der US-Regierung wider, sagte der Sprecher.

Der Putin-Sprecher antwortete, mit einem solchen Vorgehen solle negatives Material gesammelt werden, das gegen den russischen Staatschef verwendet werden könne. Damit solle Druck ausgeübt und die für 2018 angesetzten Wahlen beeinflusst werden.

cht/Reuters

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