Gemeinsame Manöver USA und Südkorea wollen Militärübung im April starten

Trotz der jüngsten diplomatischen Annäherung mit Nordkorea wollen Streitkräfte aus den USA und Südkorea im April wieder gemeinsame Manöver durchführen. Pjöngjang wertete solche Übungen stets als Provokation.

Flieger aus den USA und Südkorea über Seoul (2016)
DPA/SOUTH KOREAN AIR FORCE

Flieger aus den USA und Südkorea über Seoul (2016)


Die Streitkräfte der USA und Südkoreas wollen Anfang April ihre größten jährlichen Militärübungen beginnen. Das teilten die Verteidigungsministerien in Washington und Seoul mit. Beide Länder hatten den Beginn ihrer Frühjahrsübungen wegen der Olympischen und Paralympischen Winterspiele in Südkorea im Februar und März um einige Wochen verschoben.

Die Militärmanöver lösten in den vergangenen Jahren regelmäßig Proteste Nordkoreas aus, das Regime in Pjöngjang hatte den USA immer wieder Angriffsvorbereitungen unterstellt. Das US-Verteidigungsministerium teilte nun mit, die gemeinsamen Übungen seien "auf Verteidigung ausgerichtet". Es gebe "keinen Grund für Nordkorea, sie als Provokation zu betrachten". Pjöngjang sei vorab über den Termin und die Art der Übungen informiert worden.

In den Konflikt mit Nordkorea ist seit Jahresbeginn Bewegung gekommen. Nordkorea nahm an den Olympischen Winterspielen in Südkorea teil. Bei einem Treffen in Pjöngjang vereinbarten eine südkoreanische Delegation und Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un zudem ein Gipfeltreffen zwischen Südkoreas Präsident Moon Jae In und Kim, das Ende April stattfinden soll.

Nordkorea - Die Chronik des Konflikts

Auch ein Gipfeltreffen zwischen Kim und Trump ist noch vor Mai geplant, Details zu Ort und Zeit sind noch nicht bekannt. Der südkoreanische Sicherheitsberater Chung Eui Yong hatte nach den Gesprächen in Pjöngjang erklärt, Kim habe Verständnis dafür geäußert, dass die routinemäßigen gemeinsamen Militärübungen zwischen Südkorea und den USA weitergingen.

aar/dpa/AFP

insgesamt 11 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
cwoller 20.03.2018
1.
Tjo, dann sollte NK wohl definitiv an seinen Atomwaffen festhalten. Sollt es eh, solange die USA da noch fett im gesamten Gebiet und direkt an der Grenze sitzt. NK hat schon einen Genozid durch die USA hinter sich, ist durchaus verständlich, dass die vor einem zweiten und womöglich letzten Angst haben (wobei der Genozid im Süden begonnen hatte - und das nicht durch Nordkorea...). Kann man per se alles nachlesen. Leider irgendwie praktisch nie in unseren Medien...
fabiofabio, 20.03.2018
2. Kennen wir doch
zur Genüge. Die Guten provozieren ständig mit Militäraktionen, sind "völlig überrascht", dass die Bösen sich dadurch irgendwie bedroht fühlen könnten und beklagen sich dann empört über die Reaktion.
herbert 20.03.2018
3. Kontraproduktiv
erst verhandeln und wenn Nord Korea weiterhin verrueckt spielt, dann eine haertere Gangart !
janne2109 20.03.2018
4. deeskalation?
Und das soll bei einer Deeskalation hilfreich sein?
frank57 20.03.2018
5. Pyongjang wertet es als Provokation
was es auch ist! Und jährlich in der Zeit, in welcher die Landwirtschaft in Nordkorea jeden Mann braucht! Amerika und seine Verbündeten!
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.