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Geheimdienstinformationen: USA werfen Russland Beschuss der Ukraine vor

Es gebe Beweise, dass russische Artillerie auf ukrainische Armeestellungen feuert, Moskau plane die Lieferung weiterer Raketenwerfer an die Separatisten: Diese Beschuldigungen erhebt die US-Regierung unter Berufung auf befreundete Geheimdienste.

Washington - Russlands Truppen sollen von eigenem Staatsgebiet aus ukrainische Armeestellungen mit Artillerie beschießen. Dafür hat die US-Regierung nach eigenen Angaben Beweise. Moskau plane zudem, weitere Raketenwerfer an die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine zu liefern, sagte eine Sprecherin des US-Außenministeriums. Die Hinweise kämen von Geheimdiensten befreundeter Staaten. Details nannte sie nicht.

Aus dem US-Verteidigungsministerium verlautete, Russland habe seine Truppen an der Grenze zur Ukraine zuletzt verstärkt. In den vergangenen Wochen habe die russische Armee jede Woche ein neues Bataillon ins Grenzgebiet verlegt und die Truppenstärke so auf 15.000 Soldaten erhöht. "Es sieht wie ein stetiger Aufbau aus", sagte ein Vertreter des Pentagon.

Nach US-Angaben bringt Russland zudem militärische Ausrüstung zu einem Stützpunkt nahe der Stadt Rostow am Don in Südrussland. Anschließend werde das Material zu den Separatisten in der Ukraine transportiert. Es soll sich um leistungsfähigere Raketenwerfer handeln.

Die ukrainische Regierung hat Moskau wiederholt unterstellt, die Rebellen im Osten militärisch zu unterstützen und deren Vorgehen zu koordinieren. Am Mittwoch warf Kiew dem Kreml vor, dass zwei ukrainische Kampfflugzeuge von russischem Territorium aus abgeschossen worden seien.

Brisanz erhalten die Vorwürfe wegen der Untersuchung des Absturzes der malaysischen Passagiermaschine MH17 in der Ostukraine vor einer Woche. Moskau bestreitet bislang Waffenlieferungen an die Rebellen ebenso wie eine Verantwortung der Aufständischen für den mutmaßlichen Abschuss der Boeing 777 mit 298 Menschen an Bord.

isa/AFP/dpa

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1. Was soll das?
ex_Kamikaze 24.07.2014
Bisher wurde keine dieser halbseidenen Behauptungen sinnvoll belegt, immer verlief die Sache im Sande. Ein Vertrauensvorschuß haben die USA ohnehin nicht mehr. Und viel interessanter wäre ohnehin die NATO oder US-Daten zum Thema Malaysian Airlines.
2.
gerhard38 24.07.2014
Hinweise sind keine Beweise sondern schlicht und einfach Propaganda. Hinweise und photoshop manipulierte Bilder waren in 2003 jedoch genug den Irak anzugreifen. Hinweise auf das Fehlen von WMDs wurden damals geflissentlich unterdrückt. Also Vorsicht liebe Europäer, der grosse Friedens-Nobelpreisträger könnte die bösen Russen im Osten der Ukraine eventuell doch mit ein paar Drohnenangriffen im Namen der Demokratie überraschen.
3. Wieder einmal ...
quaakon 24.07.2014
Beweise. Die da wären? Wo sind sie denn hin, die Beweise? In einem Reuters Interview verschollen? Mit Jen Psaki in die Ferien gefahren? So langsam bin ich es leid. Immer wieder Behauptungen ohne diese mit Fakten zu belegen. Wie glaubwürdig ist denn so etwas?
4. Ich habe keine Ahnung,
weltenstreuner 24.07.2014
wer wem was liefert, wer warum auf wen schießt und habe sowieso nicht den geringsten Schimmer, wer oder was die MH17 aus dem Himmel geholt hat. Was ich aber spüre, ist das man mich gerade auf einen größeren Konflikt einnorden will. Und das mach ich nicht mit. Ich fang jetzt nicht an Russen oder Ukrainer zu hassen, wo ich es mir doch erfolgreich seit 1990 abgewöhnt habe. Des weiteren glaube ich US amerikanischen "Beweisen" tausend mal weniger als offensichtlichen russischen Märchen. Der ganze Mist geht uns nichts an und wir sollten die Protagonisten ihr Spiel austragen lassen. Wer übrig bleibt hat gewonnen. Ändern werden wir sowiso nichts. Nur verschlimmern.
5. Die Angst vor der Wahrheit lösen auch
meinung4u 24.07.2014
Was will man denn hier ständig "geheimdienstlich" beweisen was doch ohnehin der gesunde Menschenverstand und das Bauchgefühl weiß und seit Beginn dieser Krise eigentlich auch offensichtlich ist ? Es ist Krieg in Osteuropa und Russland Kriegspartei! Nicht nur seit der Krimkrise. Keiner der Herren Politiker und investigativen Journalisten wagt das öffentlich auszusprechen, nicht zuletzt weil dann auch dem letzten "Europäer" klar sein wird das es einen Krieg plötzlich in seiner (nun auch geographischen) Komfortzone gibt. Gefährlicher ist der "absolutistische" Nationalismus und Neo-Imperialismus Russlands welchen man nicht unterschätzen darf und sollte und der sich nicht mit der Ukraine sättigen lassen wird… Man sollte sich nur nicht zu sichern sein das sich dieser Konflikt nur auf Osteuropa fokussiert… Putin wird neben den Salami-Trial, Adjust and Push again- Taktiken sicher seine wahre Expansionspolitik sichtbar werden lassen und lässt seine Panzer dann auch weiter als nur in die Ukraine rollen…darauf sollte man auch in Berlin gefasst sein…
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