Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.

Annäherung an Havanna: Kerry will Kuba von US-Terrorliste streichen

Kuba könnte schon bald von der US-Terrorliste gestrichen werden. Eine entsprechende Empfehlung erteilte John Kerry dem Weißen Haus. Zum ersten Mal seit mehr als 50 Jahren trafen sich nun die Außenminister beider Staaten zu einem Gespräch.

US-Außenminister Kerry in Panama: Treffen mit Amtskollege Rodriguez geplant Zur Großansicht
AFP

US-Außenminister Kerry in Panama: Treffen mit Amtskollege Rodriguez geplant

Das US-Außenministerium tut den nächsten Schritt, um die Beziehungen zu Kuba zu verbessern: John Kerry empfiehlt US-Präsident Barack Obama, das Regime in Havanna von der Terrorliste zu streichen. Obama sagte, er werde den Bericht des State Department nun prüfen und auf eine Empfehlung seiner Berater warten. Seine Zustimmung gilt aber als sicher.

Der US-Präsident hatte Kerry im Dezember gebeten, zu überprüfen, ob Kuba von der Terrorliste gestrichen werden könnte. Obama will damit den Weg für die Aufnahme diplomatischer Beziehungen mit dem kommunistischen Staat freimachen. Nach 54 Jahren wollen beide Regierungen bald wieder Botschaften im jeweils anderen Land eröffnen - Havanna hat die Streichung von der Liste dafür zur Bedingung erklärt.

Kuba steht seit 1982 auf der Terrorliste der USA, weil Havanna damals kommunistische Rebellen in Kolumbien und anderen Staaten unterstützt hatte. Auf der US-Liste stehen derzeit neben Kuba Iran, Syrien und der Sudan. In Panama wird spekuliert, dass Washington seine Entscheidung bereits während des Gipfels verkünden könnten.

Am Donnerstag traf sich Außenminister Kerry am Rande des Amerika-Gipfels in Panama mit seinem kubanischen Amtskollegen Bruno Rodriguez. Es ist das ranghöchste Vier-Augen-Gespräch zwischen Vertretern beider Staaten seit mehr als einem halben Jahrhundert. US-Außenamtssprecherin Marie Harf veröffentlichte auf Twitter ein Foto der beiden Politiker. Einzelheiten über das Gespräch teilte sie allerdings nicht mit.

Für die Darstellung wird Javascript benötigt.

US-Präsident Obama und Kubas Staatschef Raúl Castro sind ebenfalls bereits in Panama gelandet. Offizielle bilaterale Gespräche zwischen beiden sind bislang aber nicht geplant. Es gilt aber als sehr wahrscheinlich, dass die beiden zu einem ersten direkten Gespräch zusammenkommen werden.

syd/heb/dpa/Reuters

Diesen Artikel...
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 26 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1. Das sit der Witz
Badischer Revoluzzer 10.04.2015
der Karibik. Kuba wird von der Terroristenliste gestrichen. Einfach mal eben so ? Von den USA ? Die USA sind doch die eigentlichen Welt-Terroristen, die andere Länder mit Drohnen terrorisieren, überfallen, die foltern, entführen und illegale Gefängnisse weltweit unterhalten. Kuba ist ein friedliches Land, dessen Regierungschef zig mal Mordanschlägen der CIA entgangen ist. So wird Geschichte geschrieben !
2. Aha...
Pollowitzer 10.04.2015
...und wollen die Amis sich dann endlich selber auf die Liste setzen? Was haben die mit Kuba vor? ...sicher nix Gutes
3. Terror
dachauerthomas 10.04.2015
Welcher Terror ist denn von Kuba je ausgegangen?
4. das ist mir aber sowas von neu
maki1961 10.04.2015
die Kubaner sind also die terrorristen. wer war in der schweinebucht und wer wollte castro vergiften bzw ermorden? also wer sind terrorristen einfach zum schmunzeln.
5.
heiko1977 10.04.2015
EIn köstliches Zeichen für das Vorgehen der US-Administration: Kuba steht auf der Terrorliste, aber Saudi-Arabien oder Katar nicht. Wie oft hatte nochmal der CIA versucht Fidel Castro zu ermorden 60 Mal oder knackten sie doch bereits die 300?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    

© SPIEGEL ONLINE 2015
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH




Der kompakte Nachrichtenüberblick am Morgen: aktuell und meinungsstark. Jeden Morgen (werktags) um 6 Uhr. Bestellen Sie direkt hier: