US-Grenze zu Mexiko im Februar Zahl der illegalen Einwanderer aus Zentralamerika auf Elf-Jahres-Hoch

Der Chef des US-Grenzschutzes spricht von einer "humanitären Krise" und einer Krise der "nationalen Sicherheit": Die Zahl der illegalen Einwanderer an der Grenze zu Mexiko hat sich zum Vorjahresmonat fast verdoppelt.


Die Zahl der zentralamerikanischen Migranten, die illegal über die mexikanische Grenze in die USA einreisen, ist deutlich gestiegen. Im Februar wurden rund 76.100 Migranten nach einer Einreise aus Mexiko auf US-Territorium gestoppt, teilte die US-Grenzpolizei mit. Das sei die höchste monatliche Zahl seit Oktober 2013 - und im Vergleich zum Februar 2018 fast eine Verdopplung. Für den Monat Februar ist es die höchste Zahl seit elf Jahren, berichtet die "New York Times". Unter den Migranten waren rund 6800 unbegleitete Minderjährige.

Die meisten Migranten kommen aus den zentralamerikanischen Staaten Guatemala, Honduras und El Salvador. Der Chef des US-Grenzschutzes, Kevin McAleenan, sprach von einer "humanitären Krise" und einer Krise der "nationalen Sicherheit".

Im Kampf gegen die illegale Einwanderung will US-Präsident Donald Trump eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten. Zur Finanzierung des höchst umstrittenen Vorhabens rief er im Februar den Notstand aus, weil ihm der Kongress die Mittel verweigerte.

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Allerdings zeichnet sich ab, dass der US-Senat Trump stoppen könnte. Mit Rand Paul hat bereits der vierte Republikaner angekündigt, im Senat gegen die Notstandserklärung stimmen zu wollen. Damit zeichnet sich eine Mehrheit für eine Resolution ab, mit der die Demokraten Trump aufhalten wollen.

Trumps Unterstützer warnen nun, dass 2019 so viele illegale Einwanderer aus Mexiko ins Land kommen könnten wie nie zuvor. Sie versuchen, doch noch genügend Stimmen zu sammeln, um die Resolution der Demokraten abzulehnen.

cte/AFP



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