USAID-Rückzug USA beenden Hilfsprogramm in Russland

Für den Entspannungskurs zwischen Washington und Moskau ist es ein Rückschlag: USAID beendet das Engagement in Russland. Die US-Behörde hatte sich dort jahrelang für eine offenere Gesellschaft eingesetzt.


Washington - Die US-Behörde für Entwicklungszusammenarbeit (USAID) zieht sich aus Russland zurück. Der Kreml habe vergangene Woche in einem Schreiben erklärt, nicht länger auf die Hilfe Washingtons angewiesen zu sein, teilte US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland am Dienstag mit. Daher sei die Arbeit von USAID in Russland eingestellt worden.

Politische Gründe nannte Nuland nicht. Allerdings hatte sich der russische Präsident Wladimir Putin immer wieder kritisch über die US-Bemühungen zur Stärkung der Demokratie und der Menschenrechte geäußert. Das russische Außenministerium wollte sich zunächst nicht äußern.

USAID war seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor 20 Jahren in Russland aktiv. Die Hilfsorganisation hatte sich vor allem die Förderung einer offeneren Gesellschaft und der Stärkung der Beziehungen zwischen Washington und Moskau auf die Fahnen geschrieben. Vor diesem Hintergrund stellt der jüngste Schritt Russlands einen schweren Schlag für die Maxime von US-Präsident Barack Obama dar, auf einen Entspannungskurs mit dem Kreml zu setzen.

suc/dapd



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albert schulz 19.09.2012
1. Das ist wirklich die Höhe.
Zitat von sysopFür den Entspannungskurs zwischen Washington und Moskau ist es ein Rückschlag: USAID beendet das Engagement in Russland. Die US-Behörde hatte sich dort jahrelang für eine offenere Gesellschaft eingesetzt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,856626,00.html
So eine friedliebende, zutiefst demokratische, völlig unabhängige, hilfsbereite und vor allem menschenfreundliche Organisation von ihren wertvollen Aufgaben zu entbinden kann doch nicht im Interesse der Menschen liegen. Und dann macht sich die Regierung der USA noch anheischig, in die Obliegenheiten dieser friedfertigen nach Idealen strebenden und handelnden Enthusiasten einzugreifen. Ich bin wahrlich erschüttert. Möglicherweise wollen die USA irgendwie versuchen, die Menschenrechte in ihrem eigenen Land durchzusetzen. Dürfte eine Herkulesarbeit sein. Da müssen Profis ran. Sisyphos und Co haben schon ganz andere Probleme zu meistern gesucht.
WernerT 19.09.2012
2. Rückschlag für Entspannungspolitik
Weil die Russen eine amerikanische STAATLICHE Organisation rauswerfen, die sich seit Jahren in die innerrussische Angelegenheiten eingemischt hat? Selbst im SpON Artikel wird diese Einmischung deutlich. Vor allem wenn man bedenkt, dass in den USA gerade der NDA erlassen wurde, der dem Staat erlaubt beliebige Personen beliebig lange ohne jede Begründung oder Kontrolle festzunehmen, da sind wohl die USA als Verbreiter von Demokratie und Freiheit nicht geeignet. Die inzwischen nachweislich geflossenen 600 Millionen US Dollar für den Sturz der GEWÄHLTEN russischen Staatsspitze taten gewiss ein übriges.
hadjihalef 19.09.2012
3. Abwehr
Die Russen behaupten USAID ,wie auch viele andere westliche NGO seien Spionennäste. Hat USA/EU den Russen erlaubt vor ein paar Jahren die isländische Bankschulden zu kaufen?Nein! Den in Schwierigkeiten geratenen Opel?Nein! Warum nicht? "Westliches demokratisches Interesse"! Na ja. Prost ,und dass wir westliche Demokratie nicht immer nur mit brutalen Kriegen verteidigen müssen.
rg.n-rider 19.09.2012
4. entspannung durch einmischung
in die innenpolitik einer grossmacht? eine lachnummer. die usa ist a nicht kompetent in sachen menschenrechte:sie unterstützt israel beim mauer(schutzwall)bau um die palästinensergebiete,die jüdischen schwarzbauten in westjordanland und die 700 000 aus dem jetzigen israel vertriebenen menschen durch ausblenden und wegschauen. eventuell könnten die aus russland vertriebenen missionare in israel tätig werden?da könnten sie etwas für den weltfrieden leisten. und b -das gilt auch für obama-erreicht man entspannung nicht durch einmischung beim "gegner",sondern durch entsprechende politik. die usa aber rüstet massiv auf:schutzschirme in tschechien und polen und jetzt auch in japan. die usa nützt jede krise(wenn sie sie nicht initiiert)um sich vorzudrängen. entspannung sieht anders aus.
seine-et-marnais 19.09.2012
5. Rausschmiss
Zitat von sysopFür den Entspannungskurs zwischen Washington und Moskau ist es ein Rückschlag: USAID beendet das Engagement in Russland. Die US-Behörde hatte sich dort jahrelang für eine offenere Gesellschaft eingesetzt. http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,856626,00.html
Und hat der Rausschmiss der Konrad-Adenauer-Stiftung in Kairo und Dubai das herzliche Verhältnis zu diesen Ländern verändert. Westerwelle überschlägt sich doch in Komplimenten für islamistische Regierungen. CDU-nahe Konrad-Adenauer-Stiftung muss Büro in Abu Dhabi schließen - SPIEGEL ONLINE (http://www.spiegel.de/politik/ausland/cdu-nahe-konrad-adenauer-stiftung-muss-buero-in-abu-dhabi-schliessen-a-824586.html)
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