Washington - Die US-Behörde für Entwicklungszusammenarbeit (USAID) zieht sich aus Russland zurück. Der Kreml habe vergangene Woche in einem Schreiben erklärt, nicht länger auf die Hilfe Washingtons angewiesen zu sein, teilte US-Außenamtssprecherin Victoria Nuland am Dienstag mit. Daher sei die Arbeit von USAID in Russland eingestellt worden.
Politische Gründe nannte Nuland nicht. Allerdings hatte sich der russische Präsident Wladimir Putin immer wieder kritisch über die US-Bemühungen zur Stärkung der Demokratie und der Menschenrechte geäußert. Das russische Außenministerium wollte sich zunächst nicht äußern.
USAID war seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion vor 20 Jahren in Russland aktiv. Die Hilfsorganisation hatte sich vor allem die Förderung einer offeneren Gesellschaft und der Stärkung der Beziehungen zwischen Washington und Moskau auf die Fahnen geschrieben. Vor diesem Hintergrund stellt der jüngste Schritt Russlands einen schweren Schlag für die Maxime von US-Präsident Barack Obama dar, auf einen Entspannungskurs mit dem Kreml zu setzen.
suc/dapd
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