EU-Ratspräsident Van Rompuy Fünf Jahre sind genug

2014 endet die Amtszeit von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy - dann soll auch seine politische Karriere vorbei sein. Der Belgier hat nun angekündigt, sich zurückziehen zu wollen. Auch Catherine Ashton verzichtet auf weitere fünf Jahre als EU-Außenbeauftragte: "Es ist manchmal sehr anstrengend."

EU-Ratspräsident Van Rompuy und EU-Außenbeauftragte Ashton: "Es ist ziemlich hart"
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EU-Ratspräsident Van Rompuy und EU-Außenbeauftragte Ashton: "Es ist ziemlich hart"


Brüssel - 2014 werden wichtige Posten in Brüssel neu besetzt werden - denn zwei der prominentesten EU-Politiker lassen wissen, dass sie Ende des kommenden Jahres Abschied nehmen.

EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy (65) teilte mit, er beende seine politische Karriere. Den Posten hat er bis 1. Dezember 2014 inne - damit ende auch seine Laufbahn in der Politik, sagte er in einer Sendung des Fernsehsenders VRT. Wer "einen Van Rompuy" wählen wolle, könne das aber trotzdem noch tun, scherzte er: Einige seiner Familienmitglieder stünden auf Wahllisten in Belgien. Seine Geschwister, sein Sohn sowie seine Frau sind politisch aktiv.

Van Rompuy ist seit 1. Dezember 2009 der erste Präsident des Europäischen Rates der 27 EU-Staats- und Regierungschefs - eines Amtes, das mit dem Lissabon-Vertrag geschaffen wurde. Anfangs galt er als der "blasse Belgier" und als Nobody, wurde dann aber einflussreicher Strippenzieher in Brüssel. Eine erneute Kandidatur für seinen Posten wäre nicht möglich gewesen.

Die britische EU-Außenbeauftragte Catherine Ashton (56) hätte sich erneut um eine fünfjährige Amtszeit bewerben dürfen, will das aber nicht tun. Es sei Zeit, den Posten weiterzugeben. Sie hoffe, die Grundlagen für den Auswärtigen Dienst der EU mit jetzt 140 Vertretungen und rund 3500 Beschäftigten gelegt zu haben.

Ashton, die ohne außenpolitische Erfahrung 2009 ins Amt kam, ist vor allem anfangs häufig kritisiert worden, auch aus den Reihen der EU-Außenminister. "Es ist ziemlich hart", sagte sie über ihre Arbeit. "Und man reist viel. Und man sitzt viel in Flugzeugen." Sie sei sich mit der früheren US-Außenministerin Hillary Clinton einig: "Es ist manchmal sehr anstrengend."

kgp/AFP/dpa



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insgesamt 12 Beiträge
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sabine_26 17.03.2013
1. Den Job als Marionette will niemand
Diese Positionen sollten direktdemokratisch durch die europäische Bevölkerung gewählt werden und dann auch mit Macht ausgestattet werden. Als Alternative bliebe die Einführung einer Direkten Demokratie als Modell für Europa. In dem Fall bräuchten Politiker keine Macht weil nur der Souverän, die europäischen Völker, die Richtung vorgeben.
FreieWelt 17.03.2013
2. 1 Jahr hätte auch gereicht
Herr Van Rompuy meint, dass fünf Jahre genug sind, ich meine, dass bereits ein Jahr gereicht hätte. Es wäre schön, wenn er die anderen Leute im EU-Parlament gleich mitnimmt.
chiffer 17.03.2013
3. Wissen
Zitat von sysopDPA2014 endet die Amtszeit von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy - dann soll auch seine politische Karriere vorbei sein. Der Belgier hat nun angekündigt, sich zurückziehen zu wollen. Auch Catherine Ashton verzichtet auf weitere fünf Jahre als EU-Außenbeauftragte: "Es ist manchmal sehr anstrengend." http://www.spiegel.de/politik/ausland/van-rompuy-und-ashton-wollen-arbeit-fuer-eu-beenden-a-889387.html
Die werden schon Wissen weshalb sie sich aus dem Staub machen, ich frage mich sowieso, wer die gewählt hat.
shokaku 17.03.2013
4. Ein Volk, ein Kontinent, ein Euro
Wer ist der Mann, und wer hat ihn überhaupt gewählt?
reznikoff2 17.03.2013
5. Starkes Statement
Zitat von sysopDPA2014 endet die Amtszeit von EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy - dann soll auch seine politische Karriere vorbei sein. Der Belgier hat nun angekündigt, sich zurückziehen zu wollen. Auch Catherine Ashton verzichtet auf weitere fünf Jahre als EU-Außenbeauftragte: "Es ist manchmal sehr anstrengend." http://www.spiegel.de/politik/ausland/van-rompuy-und-ashton-wollen-arbeit-fuer-eu-beenden-a-889387.html
Da sagt man sich: Vielleicht sind die Jahre Europa, die wir hinter uns haben, auch genug. War doch recht anstrengend. Starke Führungstruppe, die wir da haben.
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