Venezuela Chavez droht Amerika mit 100 Jahren Krieg

Venezuelas Präsident Hugo Chavez attackiert einmal mehr seinen Lieblingsgegner, die USA. Diesmal wirft der Staatschef den Amerikanern vor, einen militärischen Überfall auf das südamerikanische Land vorzubereiten.


 Venezuelas Präsident Chavez: "100 Jahre Krieg"
AP

Venezuelas Präsident Chavez: "100 Jahre Krieg"

Washington - Für eine Invasion gegen sein ölreiches Land habe er Beweise, sagte er Chavez gestern in einem Interview des US-Fernsehsenders ABC. US-Soldaten seien kürzlich auf die Insel Curaçao gebracht worden, die vor der Küste Venezuelas liegt. "Sie haben dort Manöver abgehalten", erklärte Chavez und wies die US-Darstellung zurück, die Soldaten seien zur Erholung auf die Insel geschickt worden.

Der US-Angriffsplan trage den Namen "Balboa". "Wir haben einen Anti-Balboa-Plan", verkündete Chavez. "Sollten die USA den tollkühnen Versuch unternehmen, uns anzugreifen, wird es 100 Jahre Krieg geben. Wir sind vorbereitet", drohte der Präsident.

Chavez sagte, als Beweis für seine Angaben könne er ABC Karten und andere Dokumente zukommen lassen. "Ich kann aber nicht sagen, wie wir sie bekommen haben", fügt er hinzu. Er müsse seine Quellen schützen. Im Fall einer US-Invasion würden die USA natürlich kein venezolanisches Öl mehr bekommen, sagte der linksgerichtete Politiker.

Chavez war in den vergangenen Monaten immer wieder durch seine Angriffe auf US-Präsident George W. Bush und seine Verbalattacken gegen Amerika in die Schlagzeilen geraten. So forderte er vergangene Woche auf dem New Yorker Uno-Gipfel, den Hauptsitz der Vereinten Nationen in den Süden zu verlegen. Dort befänden sich die meisten Entwicklungsländer, begründete Chavez seinen Vorstoß.



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