Wahlkampf in Venezuela Maradona für Maduro

Nicolás Maduro hat im Wahlkampf-Endspurt prominente Unterstützung erfahren: Fußball-Legende Diego Maradona warb für die Wiederwahl des venezolanischen Präsidenten - dabei steht die bereits fest.

Nicolás Maduro (v.l.), Ehefrau Cilia Flores und Diego Armando Maradona
REUTERS

Nicolás Maduro (v.l.), Ehefrau Cilia Flores und Diego Armando Maradona


Der frühere argentinische Fußballstar Diego Maradona hat mit Venezuelas Präsident Nicolás Maduro den Abschluss des Wahlkampfes gefeiert. Nach der Rede des Staatschefs im Zentrum der Hauptstadt Caracas schwenkte der Weltmeister von 1986 am Donnerstag die venezolanische Flagge und tanzte zu den Klängen einer Musikgruppe. Maradona gilt als treuer Anhänger Maduros.

Zuvor hatte der sozialistische Präsident dem Oppositionskandidaten Henri Falcón vorgeworfen, er wolle das südamerikanische Land dem Internationalen Währungsfonds (IWF) ausliefern. "Wollt ihr zulassen, dass das Land eine Kolonie des IWF wird?", rief der Präsident seinen Anhängern zu. In Maradonas Heimat Argentinien verhandelt die Regierung momentan mit dem IWF über ein Hilfspaket.

Maduro will sich am Sonntag für weitere sechs Jahre im Amt bestätigen lassen. Die Opposition ist weitgehend ausgeschaltet und will die Abstimmung boykottieren. Zahlreiche Staaten haben bereits angekündigt, die Wahl nicht anzuerkennen. Das Land mit den größten Ölreserven der Welt leidet unter einer schweren Wirtschaftskrise. Millionen Venezolaner haben das Land bereits verlassen.

Mehr zu den Machenschaften Maduros lesen Sie hier.

Video: Mein Leben unter Maduro

dbate.de

mkl/dpa



insgesamt 4 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
hansriedl 18.05.2018
1. Venezuela streicht die Nullen
Im Kampf gegen die Inflation will die venezolanische Regierung die Landeswährung Bolivar neu bewerten. Präsident Nicolas Maduro kündigte am Donnerstag ein neues Zahlungsmittel an, für das drei Nullen gestrichen werden sollen. 1000 Bolivar sollen damit ab 4. Juni ein Bolivar wert sein. Seit dem Amtsantritt Maduros im April 2013 ist der Wert der Landeswährung auf dem Schwarzmarkt im Vergleich zum Dollar um 99,99 Prozent gefallen. Nach Schätzungen von Oppositionspolitikern und Volkswirten beträgt die Inflation im Moment mehr als 6000 Prozent. Viele Venezolaner leiden, weil etwa Nahrungsmittel und Medikamente knapp sind. Kritiker werfen der Regierung des Opec-Landes vor, die Krise durch Inkompetenz und Korruption selbst verursacht zu haben. Maduro macht dagegen den Westen und die gesunkenen Ölpreise verantwortlich. Interessant ist, das die USA nicht gewillt ist, in Venezuela die Demokratie einzuführen wie in Syrien. Liegt es an der Qualität des Öls?.
Orthoklas 18.05.2018
2. Maradona ist ein Söldner
So genial er als Fußballer war, so traurig ist die Entwicklung danach. Er ist sich für nichts mehr zu schade. Irgendwie muss man sein Einkommen ja sicherstellen.
Aberlour A ' Bunadh 18.05.2018
3. Liegt es an der Qualität des Öls?
Zitat von hansriedlIm Kampf gegen die Inflation will die venezolanische Regierung die Landeswährung Bolivar neu bewerten. Präsident Nicolas Maduro kündigte am Donnerstag ein neues Zahlungsmittel an, für das drei Nullen gestrichen werden sollen. 1000 Bolivar sollen damit ab 4. Juni ein Bolivar wert sein. Seit dem Amtsantritt Maduros im April 2013 ist der Wert der Landeswährung auf dem Schwarzmarkt im Vergleich zum Dollar um 99,99 Prozent gefallen. Nach Schätzungen von Oppositionspolitikern und Volkswirten beträgt die Inflation im Moment mehr als 6000 Prozent. Viele Venezolaner leiden, weil etwa Nahrungsmittel und Medikamente knapp sind. Kritiker werfen der Regierung des Opec-Landes vor, die Krise durch Inkompetenz und Korruption selbst verursacht zu haben. Maduro macht dagegen den Westen und die gesunkenen Ölpreise verantwortlich. Interessant ist, das die USA nicht gewillt ist, in Venezuela die Demokratie einzuführen wie in Syrien. Liegt es an der Qualität des Öls?.
Das schwere, schwefelhaltige venezolanischen Öl ist ja nicht gerade der Bringer. Vor allem wenn die Ölpreise im Keller sind. Auch mit den "größten Reserven der Welt" muss man vorsichtig sein. Würde ich auch erzählen, wenn ich internationale Geldgeber im Blick habe. Wie viel davon tatsächlich zu vertretbaren Kosten extrahierbar ist, steht auf einem ganz anderen Blatt. Auf jedem Fall nütz ein hoher Ölpreis beiden. Da ein Großteil der Erdölraffinerie-Kapazitäten für venezolanisches Rohöl in den USA beheimatet sind, haben wir hier eine schöne Symbiose. Denn die Venezolaner müssen ein Großteil ihres eigen Öls reimportieren - aus den USA. Und die amerikanische Fracking-Industrie kann wieder fracken als gäbe es kein Morgen mehr.
el_diego_de_la_gente 18.05.2018
4. kommt bekannt vor...
Zitat von hansriedlIm Kampf gegen die Inflation will die venezolanische Regierung die Landeswährung Bolivar neu bewerten. Präsident Nicolas Maduro kündigte am Donnerstag ein neues Zahlungsmittel an, für das drei Nullen gestrichen werden sollen. 1000 Bolivar sollen damit ab 4. Juni ein Bolivar wert sein. Seit dem Amtsantritt Maduros im April 2013 ist der Wert der Landeswährung auf dem Schwarzmarkt im Vergleich zum Dollar um 99,99 Prozent gefallen. Nach Schätzungen von Oppositionspolitikern und Volkswirten beträgt die Inflation im Moment mehr als 6000 Prozent. Viele Venezolaner leiden, weil etwa Nahrungsmittel und Medikamente knapp sind. Kritiker werfen der Regierung des Opec-Landes vor, die Krise durch Inkompetenz und Korruption selbst verursacht zu haben. Maduro macht dagegen den Westen und die gesunkenen Ölpreise verantwortlich. Interessant ist, das die USA nicht gewillt ist, in Venezuela die Demokratie einzuführen wie in Syrien. Liegt es an der Qualität des Öls?.
denn vor ca. 10 Jahren hat Chávez das Gleiche gemacht. Aus 1000 Bolivares wurde ein Bolivar Fuerte.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2018
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.