Venezuela Maduro sagt Uno-Besuch ab - aus Angst vor den USA

Eigentlich wollte Nicolás Maduro zur Uno-Generaldebatte reisen. Doch nun lässt Venezuelas Präsident den Trip platzen. Angeblich aus Angst um sein Leben. Er habe Hinweise auf eine US-Verschwörung gegen ihn. Außerdem sei sein Flugzeug kaputt.

Venezuelas Präsident Maduro: Todesangst - mal wieder
AP/dpa

Venezuelas Präsident Maduro: Todesangst - mal wieder


Caracas - Nicolás Maduro lebt in ständiger Sorge um sein Leben - regelmäßig wittert er Verschwörungen und Mordkomplotte. Das jüngste Beispiel: Am Mittwoch gab der venezolanische Präsident bekannt, dass er nicht zu den Vereinten Nationen nach New York reise. Er habe Hinweise auf zwei "schwerwiegende Provokationen" gegen ihn erhalten. Sogar Barack Obama beschuldigte er indirekt der Mitwisserschaft, er könne sich nicht vorstellen, dass der US-Präsident keine Ahnung davon habe.

Damit ist der US-Präsident das neueste Opfer von Maduros Anschuldigungen: Bereits im Mai hatte er "rechte Faschisten" in seiner Heimat und dem Ausland bezichtigt, ihn entmachten oder "verschwinden lassen" zu wollen, um Anarchie zu stiften. Quellen für das US-Komplott gegen sein Leben nannte der Nachfolger des an einem Krebsleiden verstorbenen Staatsoberhaupt Hugo Chávez nicht - er wolle seinen Informanten schützen. Ob die angebliche Verschwörung eine Reaktion auf Venezuelas Asyl-Angebot für den Whistleblower Edward Snowden ist, ließ Maduro offen.

Wie der linksgerichtete Politiker nach New York gelangen wollte, ist nicht klar: In der Nacht zum Donnerstag hatte er nämlich auch scharf gegen den europäischen Flugzeugbauer Airbus gewettert. An seinem Präsidenten-Jet sei kurz nach der Wartung ein "ernsthafter Fehler" an einer der Tragflächen aufgetreten. Maduro kündigte deswegen juristische Schritte an: "Nach fünf Monaten bei Airbus in Frankreich - mein Gott!", sagte er im Fernsehen.

asp/AFP/Reuters/AP



insgesamt 17 Beiträge
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Seite 1
gonzobaba 26.09.2013
1. zurecht
der man hat völlig recht
rolandjulius 26.09.2013
2. Maduros Todesangst
Es wäre ja nicht der erste Präsident, welchen die USA vom Himmel geholt haben. Apropos Airbus, bei der jetzigen europäischen Konstellation gegen die Linke kann ich mich überhaupt nicht wundern, was bei solcher "Generalüberholung" eines Airbus alles erfunden wird. Der Tag wird kommen, an welchem die Wahrheit siegt.
Wunderläufer 26.09.2013
3. Kasperle
Kasperle, nur dass der das anscheinend Ernst meint
Espejo en vivo 26.09.2013
4. Cubana
---Zitat von SPON--- Wie der linksgerichtete Politiker nach New York gelangen wollte, ist nicht klar: ---Zitatende--- Maduro, wie schon Chávez benutzt seit langem die Cubana als Präsidentenmaschine für offizielle Staatsbesuche. Aber möglicherweise darf die wegen des Embargos nur von offiziellen Kubanern benutzt werden und bekäme mit Maduro als Insasse keine Landeerlaubnis.
raber 26.09.2013
5. Zuerst zuhause aufräumen und dann ans Reisen denken
Herr Maduro sollte in Venezuela die Situation der Warenknappheit und Unsicherheit lösen bevor er durch die Gegend fliegt. Das arme Land leidet weiterhin und die Machthaber mit Entourage bereichern sich. Man braucht nur zu sehen wie ungeniert die Chavez-Familie ihr "neues" Vermögen ausgibt. Hat Herr Maduro bei Airbus 5 Monate gearbeitet oder was soll der Satz bedeuten? Her Maduro hat ja Erfahrung mit Leute "verschwinden lassen". Er wird bei der Uno-Versammlung kaum vermisst werden. Vielleicht will er auch nicht gefragt werden wie die Drogenexporte laufen.
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