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Vorwurf der Menschenrechtsverletzung: Obama weitet Sanktionen gegen Venezuela aus

US-Präsident Obama: Sieben Regierungsvertreter auf die Sanktionsliste gesetzt Zur Großansicht
REUTERS

US-Präsident Obama: Sieben Regierungsvertreter auf die Sanktionsliste gesetzt

Ihre Vermögen werden eingefroren, ihre Visa entzogen: Die USA haben Sanktionen gegen sieben Beamte Venezuelas verhängt. Das Weiße Haus wirft ihnen die Verletzung der Menschenrechte regierungsfeindlicher Demonstranten vor.

Washington - US-Präsident Barack Obama hat die Strafmaßnahmen gegen Funktionäre der Regierung von Venezuela ausgeweitet. Wie das Weiße Haus informiert, wurden weitere ranghohe Regierungsvertreter auf die Sanktionsliste gesetzt. Sie sollen an der Unterdrückung der Opposition und an der umstrittenen Festnahme des Bürgermeisters von Caracas beteiligt gewesen sein. Gegen die sieben venezolanischen Beamten wurden Reisebeschränkungen verhängt, außerdem wurden ihre Vermögen in den USA eingefroren.

"Wir sind zutiefst besorgt über die Versuche der Regierung von Venezuela, die Einschüchterung ihrer politischen Gegner zu verstärken", erklärte ein Sprecher des Weißen Hauses. Auf der Sanktionsliste stehen ab sofort der Chef des venezolanischen Geheimdienstes, Gustavo Enrique González López, sowie der nationale Polizeichef Manuel Eduardo Pérez Urdaneta.

Die Sanktionen treffen auch Staatsanwältin Katherine Nayarith Haringhton Padron. Sie leitet das Verfahren gegen den Bürgermeister der Hauptstadt Caracas. Antonio Ledezma war vergangenen Monat wegen angeblicher Putschpläne festgenommen worden.

Mehr als 40 Opfer

Der US-Kongress hatte bereits im Dezember ein Gesetz zu Sanktionen gegen Vertreter der venezolanischen Regierung erlassen, Präsident Barack Obama hatte es unterzeichnet. Nun wurde entschieden, welche Funktionäre der linksgerichteten Regierung betroffen sind. Das Parlament in Washington begründete den Schritt mit mutmaßlichen Menschenrechtsverletzungen der venezolanischen Sicherheitskräfte.

Bei Demonstrationen oppositioneller Demonstranten im Februar und Mai 2014 wurden Tausende Regierungsgegner festgenommen. Mehr als 40 Menschen wurden getötet. Venezuelas Staatschef Nicolás Maduro wirft Washington vor, die regierungsfeindlichen Proteste zu fördern und seinen Sturz zu betreiben.

Washington unterstützt die Opposition gegen die Regierung des ölreichen südamerikanischen Landes. Im Februar 2014 begannen Oppositionelle, gegen Kriminalität, die schlechte Wirtschaftslage und politische Unterdrückung zu demonstrieren. Die frühere Oppositionsabgeordnete Maria Corina Machado wurde der Verschwörung zur Ermordung Maduros angeklagt.

vek/dpa/AFP

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insgesamt 17 Beiträge
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1. Danke!
caracho! 09.03.2015
Ich dachte nicht das nochmal zu sagen, aber in diesem Fall: Vielen Dank, Obama! Bitte mehr davon, Einfuhrstopp für Öl aus Vzla, zum Beispiel..... Alles was diesem korrupten Verbrecher-Regime schadet, hilft dem venezolanischen Volk.
2.
meierxx 09.03.2015
dieser präsident ist demokratisch gewählt worden, mit welchen recht nimmt sich amerika heraus die opposition zu unterstützen? oder ist unsere welt schon so das amerika bestimmt wer ein land regieren darf? hat amerika nicht vor einen jahr eine regierung an der macht verholfen die auch die opposition einschüchtert inhaftiert und mit fadenscheinigen anklagen mundtod macht? amerikas doppelmoral
3. Da möge der
Ureinwohner2.0 09.03.2015
nach Menschenrechtsverletzungen nachschauen. Da hat der "Präsident" genug zu tun. - Ureinwohner ist er ja auch nicht in seinem Staat. Der Präsident von Venezuela ist es schon. Und er sorgt für sein VOLK. Wenn es dem VOLK gut geht darf der Presitente auch Sozialist oder Kommunist oder Rechtslinksbalblabla sein. Dem VOLK soll es gut gehen, nicht einer Milliadärsminderheit.Die läßt sich prima enteignen. Da mache ich mit, da bin ich dabei. So Mr. President Newidia, auch we can do.
4.
HighFrequency 09.03.2015
Merkwürdig, dass Sanktionen wegen etwas "Mutmaßlichem" verhängt werden...
5. Ihre politische Religion wird von der USA
nhorwath 09.03.2015
verteidigt oder ausgeweitet je nach Bedarf.Das erlebt man in der Ukraine und jetzt wieder einmal in Venezuela,wo die Amerikaner eine höllische Angst haben es könnte zu viel Kuba werden.Sozial-Demokratisch kennen die USA nicht, nur Kapital-Demokratisch.
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Fläche: 916.445 km²

Bevölkerung: 30,620 Mio.

Hauptstadt: Caracas

Staats- und Regierungschef: Nicolás Maduro

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