Wegen angeblicher Hilfslieferungen Venezuela schließt Grenze zu niederländischen ABC-Inseln

Über den Karibikstaat Curaçao sollen immer wieder Hilfslieferungen nach Venezuela gelangt sein. Nun hat Staatschef Nicolás Maduro die Grenze zur 80 Kilometer entfernten, niederländischen Insel dicht machen lassen.

Nicolás Maduro
AFP

Nicolás Maduro


Venezuela hat übereinstimmenden Medienberichten zufolge den Luft- und Seeweg zu den niederländischen Karibikinseln Aruba, Bonaire und Curaçao geschlossen. Zwischen dem südamerikanischen Staat und den sogenannten ABC-Inseln dürften keine Flüge und Schiffe mehr verkehren, berichtete unter anderem die Tageszeitung "El Universal".

Staatschef Nicolás Maduro äußerte sich zu der Schließung der Grenze nicht. Curaçao war zuletzt im Gespräch, eine Drehscheibe für Hilfslieferungen für Venezuela zu werden.

Auf die am nächsten zu Venezuela gelegenen Insel, die Teil der niederländischen Antillen ist, flüchteten Schätzungen zufolge bislang rund 15.000 Menschen aus Venezuela. Curaçao liegt rund 80 Kilometer von Venezuela entfernt und ist ein selbstständiges Land im Königreich der Niederlande.

Seit mehr als einer Woche stehen an der Grenze Kolumbiens zu Venezuela Laster mit Hilfsgütern bereit. Das venezolanische Militär lässt sie auf Geheiß Maduros aber nicht passieren. Maduro bezeichnet die humanitäre Hilfe als Vorwand für eine militärische Intervention und will sie nicht ins Land lassen.

bam/dpa



© SPIEGEL ONLINE 2019
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.